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Schwartzkopff-Siedlung

Die heutige Schwartzkopff-Siedlung entstand hauptsächlich in der Zeit zwischen 1900 und 1925 als Wohnsiedlung für die Arbeiter im Schwartzkopff-Werk.
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Sie ist in ihrer Geschlossenheit, stadtplanerischen und architektonischen Ausprägung und wegen ihrer Größe ein in Deutschland bedeutendes bauliches Ensemble und Denkmal einer besonderen Werkssiedlung.

In der ersten Bauphase ab 1900 – 1902 entstanden entlang der Bahnlinie 58 Arbeiter- und 12 Beamtenwohnhäuser, zweistöckige Doppelhäuser für jeweils 8 Familien, deren Giebelseiten größten-teils zur Bahn bzw. zur Straße stehen. Jeder Wohnung wurde ein kleiner Hausgarten zugeordnet, der durch eine kleine Hecke umrahmt wurde. Zeitgleich wurden auf der Werksseite 3 Doppelvillen für leitende Betriebsingenieure und die Villa des Direktors errichtet. Eine parkähnliche Anlage umgab diese Gebäude (heute Eichstraße), der Zugang zu den Villen war eine Privatstraße.

In der zweiten Bauphase entstanden nochmals 68 Arbeiter- und 22 Wohnhäuser für Angestellte.

Bis 1918 wurden in Wildau 164 Wohnhäuser mit insgesamt 820 Werkswohnungen gebaut. Auch in der Kirchstraße entstanden neben der Kirche (1911) und dem Pfarrhaus je zwei Doppelhäuser mit über Eck gestelltem Kopfbau mit 82 Wohnungen (bis 1924). Mit dem Bau des Casinos (heute Sitz der Stadtverwaltung) entwickelte sich auch ein reges kulturelles Leben in Wildau. Im Gebäude selbst entstanden u.a. ein großer Festsaal mit Bühne (wird noch heute genutzt), ein Gesangssaal im oberen Geschoss sowie  im Keller eine Kegelbahn mit drei Bahnen.

Heute

Die Wohnsiedlung ist bis heute weitestgehend erhalten, sie steht unter Denkmalschutz und wird seit Beginn der 90-iger Jahre saniert.

Die 950 Wohnungen, die durch die Wildauer Wohnungsbaugesellschaft (WiWO) vermietet werden, sind nach modernsten Gesichtspunkten saniert und das Wohnumfeld in Anlehnung an das historische Vorbild hergerichtet. Zwischen den Wohnhäusern findet man viele kleine grüne Oasen, die sich auf viele Besucher freuen und somit den Wohnstandort attraktiv machen. Die Wohnungen, teilweise bis zu 120m² groß,, sind hell, hoch und geräumig und bieten somit Raum für gehobene Wohnansprüche oder Gewerbe. Naturnahe Erholung für große und kleine Leute bietet der Wanderweg entlang der Dahme, vorbei an weitläufigen Wiesen, liebevoll gepflegten Kleingartenanlagen und beschaulichen Rastplätzen.

Im unmittelbaren Umfeld findet man auch den Kindergarten „Kita am Markt“ und die Oberschule sowie im ehemaligen Werksgelände die größte Technische Hochschule des Landes Brandenburg (ca. 4000 Studenten) mit Mensa und Bibliothek, der Bahnhof ist fußläufig zu erreichen.
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