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Wirtschaftsstammtisch des Wildauer Bürgermeisters

20.05.2016 Am Donnerstag, dem 19.05.2016, hatte der Wildauer Bürgermeister, Dr. Uwe Malich, wieder einmal zu seinem traditionellen Wirtschaftsstammtisch eingeladen.
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Foto: Katja Lützelberger

Die Veranstaltung mit Wildauer Unternehmern, Geschäftsführern und anderen Wirtschaftsfachleuten fand im Albertinum Businesscenter der Johann A. Meyer GmbH in der Albertusstraße 3 in Wildau statt. Neben der Fa. Meyer war die in Wildau neu angesiedelte Fa. LCK.Metall Sponsor der Wirtschaftsveranstaltung des Bürgermeisters.

Der erste thematische Schwerpunkt der Diskussionsrunde war dann auch die Präsentation der LCK.Metall durch den Leiter der Wildauer Niederlassung, Herrn Matthias Katzmarek. Das in Wildau neu angesiedelte Unternehmen (vorher in Schönefeld) vertreibt Halbzeug (Platten, Profile) aus Aluminium, Edelstahl und Buntmetalle. Aluminium wird in Wildau kundenspezifisch zugeschnitten und konfektioniert.

Der Vertrieb des vielfältigen Angebotes an Materialien erfolgt sowohl auf der Businessebene (B2B) als auch im Online-Handel. Zu den Kunden der LCK.Metall gehören sowohl namhafte Großunternehmen wie z.B. die Siemens AG, aber auch normale Bürger, die sich per Internet an die LCK wenden. Lieferungen der LCK.Metall gehen unter anderem bis nach Australien. Die ca. 30 Mitarbeiter der LCK.Metall sind in Wildau mittlerweile gut angekommen.

Ein weiterer Themenschwerpunkt der Gesprächsrunde war die Arbeitsmarktsituation im Altkreis Königs Wusterhausen mit speziellem Blick auf die Situation in Wildau. Hierzu konnte der Leiter der Geschäftsstelle Königs Wusterhausen der Cottbusser Arbeitsagentur,  Herr Boris Müller, berichten, dass sich der Arbeitsmarkt in unserer Region im Vergleich zur Situation vor 10/15 Jahren deutlich verändert hat. Er ist entspannter geworden. Es gibt aber dennoch auf der einen Seite noch immer Arbeitslose sowie andererseits zunehmend Fachkräftemangelerscheinungen. In dieser Beziehung stehen wir am Anfang einer Entwicklung, die sich in den nächsten Jahren noch deutlich verstärken wird. Für die Unternehmen lohnt es sich in jedem Fall, Kontakte mit der Arbeitsagentur aufzunehmen, um Bewerber für ihre freien Stellen zu bekommen und um ggf. Fördermöglichkeiten für die Integration arbeitsloser Kandidaten in Anspruch zu nehmen. Ein weiterer wichtiger Ansatz für die strategische Mitarbeitergewinnung sind eigene Ausbildungsanstrengungen der Unternehmen, im Rahmen ihrer jeweiligen Möglichkeiten. Diesbezüglich liegen bereits gute Erfahrungen vor. Ein weiterer Ansatz zur Lösung der vorhandenen Fachkräfteprobleme ist natürlich der Blick nach Berlin, die Gewinnung Berliner Fachleute für unsere Unternehmenslandschaft in Brandenburg. Die Berliner müssen für unsere Region interessiert werden und es muss ihnen bei uns auch etwas geboten werden, was Arbeitsplätze bei uns attraktiv macht. Dazu gehört die Bezahlung, aber auch das innerbetriebliche „Klima“ und die soziale Infrastruktur bei uns. Immerhin hatten schon vor mehr als 100 Jahren die Schwartzkopffwerke in Wildau (Lokomotivbau) das Problem der Fachkräftegewinnung in Berlin. Und schon damals hat es letztlich funktioniert.

Ein neuer, auch aus Berliner Sicht interessanter Attraktivitätsfaktor in Wildau ist sicherlich unser saniertes und ausgebautes Klubhaus, die „Villa am See - Klubhaus & Hafen“. Das neue Objekt wurde von der Mieterin/Betreiberin Frau Sylvia Meißner auf  dem Wirtschaftsstammtisch ausführlich vorgestellt. Die Unternehmerkollegen waren von dem neuen Angebot in Wildau sehr angetan. Die Entwicklung der „Villa am See“ erfolgte ja auch nicht zuletzt mit Blick auf die wirtschaftliche Situation, auf die Bedürfnisse der Unternehmer in Wildau. Die Sanierung des Klubhauses, der „Villa am See“, befindet sich momentan auf der Zielgeraden. Es sind schon viele Termine für die nächsten Jahre gebucht. Das neue Haus wird gut angenommen.

Zum Abschluss der Veranstaltung erläuterte der Bürgermeister die gegenwärtige wirtschaftliche Lage in Wildau und die wichtigsten Aufgabenschwerpunkte der Stadt in der nächsten Zeit sowie das Zusammenspiel von Wildau mit den Nachbarkommunen Königs Wusterhausen und Schönefeld im regionalen Wachstumskern „Schönefelder Kreuz“. Bemerkenswert ist, dass es in Wildau gegenwärtig ca. 6.000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse gibt. Deutlich über 5.000 dieser Arbeitsplätze werden von Einpendlern aus dem Umfeld von Wildau besetzt. Gleichzeitig gibt es über 3.000 Auspendler zur Arbeit von Wildau in die Umgebung, u.a. nach Berlin. Ein Problem für die Einpendler, die teilweise näher zu ihrem Arbeitsort hinziehen wollen, ist die Wohnungsknappheit in Wildau. Aber es konnte erläutert werden, dass der Wohnungsneubau in Wildau durch die Wildauer Wohnungsbaugesellschaft ebenso wie durch private Investoren (Einfamilienhäuser) inzwischen begonnen hat. Außerdem gibt es baurechtliche Vorbereitungen für weiteren Wohnungsbau in Wildau. Immerhin hatte die Stadt unlängst (am 29.03.2016) die 10.000-Einwohnergrenze überwunden. Die Vielzahl der aktuellen Entwicklungsschwerpunkte der Stadt beeindruckte die anwesenden Unternehmer. Die technische und die soziale Infrastruktur haben in Wildau inzwischen einen guten Stand erreicht, aber dennoch bleibt noch viel zu tun, z.B. im Straßenbau, in Bezug auf die Kita- und Schulkapazitäten, in Bezug auf die Sportkapazitäten u.v.a.m.. Nach dem Stammtisch stand für alle Beteiligten der wohlverdiente Feierabend an.

Dr. sc. Uwe Malich
Bürgermeister
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