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Wildkräuter in den Lausebergen

11.04.2019 In Wildau könnte es noch etwas bunter werden – z.B. mit mehr Blüten für die Insekten - und auch für die Menschen …

Foto: Stadt Wildau
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Auf Anregung und in Zusammenarbeit mit Mitgliedern des Ausschusses für Umwelt und kommunale Ordnung der Stadtverordnetenversammlung Wildau (SVV) wurde im Bereich Umwelt- und Naturschutz der Stadtverwaltung mit Stand März 2019 ein Konzept für einen lokalen Maßnahmeplan für die Sicherung und die Erhöhung der Artenvielfalt im Stadtgebiet ausgearbeitet. Dieses ist auf der Homepage der Stadt Wildau eingestellt und kann auch zu den üblichen Sprechzeiten bei Frau Joksch, Zimmer 102 im Volkshaus eingesehen werden.

Anlass dazu ist der dramatische Artenrückgang bei Flora und Fauna, wofür in dem auch in Deutsch-land immer noch wachsenden Einsatz von Pestiziden und Pflanzenschutzmitteln, der Verarmung der Landschaft durch Monokulturen, und wohl auch in einem falschen Verständnis für Ordnung und “Aufgeräumtheit“ in der gestalteten Natur mit die Hauptursachen liegen. 76 % der ursprünglich bei uns heimischen Insekten und sogar 95 % der Vogelarten sind in den letzten drei Jahrzehnten bereits erheblich dezimiert worden.

Wir alle sind von intakten Ökosystemen abhängig. Aber diese funktionieren nur im ungestörten Zusammenspiel von heimischen Tieren und Pflanzen, das immer weiter eingeschränkt und im wahrsten Sinne des Wortes vergiftet wird. Hier muss bald grundsätzlich etwas geschehen, um nicht in jetzt doch absehbarer Zeit tatsächlich in einer Katastrophe zu enden. Aber nicht nur das große Ganze darf dabei im Fokus stehen, sondern auch auf lokaler Ebene und durch jeden Einzelnen kann hier ein Beitrag geleistet werden, um diese fatale Entwicklung zu stoppen und hoffentlich noch umzukehren. Daraus war die Idee entstanden, auch für Wildau zusammenzutragen und aufzuschreiben, was hier vor Ort getan werden kann und auch, was schon getan wird.

So wird z.B. vorgeschlagen, dass hinsichtlich der Grünflächenpflege durch die Stadt überprüft wird, ob und welche Flächen geeignet sind, insektenfreundlich entwickelt und gepflegt zu werden. Des Weiteren sollte im ganzen Stadtgebiet auf Pestizide verzichtet, mehr sogenannte “Insektenhotels“ als Nisthilfen aufgestellt, bienenfreundliche Bäume und Sträucher gepflanzt und einiges mehr an Blumen und Kräutern ausgebracht werden.

Im Kurpark wurden bereits solche bienenfreundliche Bäume und Fruchtgehölze angepflanzt und im Herbst werden auch dort noch Frühblüher gesteckt, die dann im nächsten Jahr den Frühling bunter machen und das Summen und Brummen verstärken sollen.

So kann ein jeder seinen Beitrag leisten. Schon vor der eigenen Haus- oder Balkontür können kleine Rettungsaktionen gestartet werden. Es könnten dort heimische Blühpflanzen mit den einfachen, ursprünglichen Arten - statt der gefüllten Blüten, die oft nur als Hybridsorten vorkommen – angepflanzt werden. Gartenfreunde könnten z.B. auch Fruchtgehölze pflanzen, Insektennisthilfen errichten und dazu im Garten dann auch ‘mal etwas mehr Unordnung zulassen, die aber der Natur helfen könnte.

Daher richtet sich der Aufruf an uns alle, bei der Rettung der Artenvielfalt mitzumachen - und wenn sich mehrere zusammenschließen, könnten die einzelnen Beiträge noch viel mehr Wirkung entfalten.

Bitte helfen Sie mit! Bei Fragen und weiteren Ideen und Anregungen steht Ihnen im Bereich für Umwelt- und Naturschutz bei der Stadtverwaltung Frau Joksch gerne zur Verfügung und ist unter 03375–5054 17 oder [E-Mail anzeigen] zu erreichen.

Wildau, April 2019 - Bauverwaltung / Bereich Umwelt- und Naturschutz
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