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Zweiter Klimaschutzworkshop im Volkshaus Wildau

05.05.2015 Am Montag, den  4. Mai 2015 ging die Stadt Wildau ihren nächsten Schritt auf dem Weg zu noch mehr Klimaschutz. Der erfolgreiche Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Wildau könnte bald zu den deutschen Pionieren beim Einsparen von Treibhausgasen gehören.
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Wildau ist zwar nur eine kleine Kommune, aber Wirtschaft, Wissenschaft und das pralle Leben konzentrieren sich hier auf engstem Raum. Daraus ergeben sich viele Handlungspotenziale.

Ein Blick auf das Wetter Anfang Mai bestätigt, wie wichtig jeder einzelne Beitrag zum Klimaschutz ist. Hochsommerliche Hitze, begleitet von einigen Tornados – das sind Anzeichen dafür, dass sich das Weltklima wandelt. Wenn dieser Prozess weitergeht wie bisher, wird es in Wildau im Jahr 2090 so warm sein wie heute in Madrid - Stürme, Überflutungen und andere negative Wetterereignisse inbegriffen.

Weltweit versuchen Politiker deshalb, ein internationales Klimaschutzabkommen zu erzielen. Allerdings sind die Verhandlungsergebnisse bisher unzureichend. Innerhalb von Europa jedoch hat sich das wohlhabende Deutschland als Vorreiter aufgestellt: bis 2050 sollen hierzulande 80 bis 95 Prozent der 1990 produzierten Treibhausgase eingespart werden. Um dieses Ziel zu schaffen, gibt es seit 2008 die Nationale Klimaschutzinitiative („NKI“) des Bundesumweltministeriums. Sie will Kommunen mit Geld und Ideen dabei helfen, direkt vor Ort zu handeln.

Seit letztem Jahr beteiligt sich die Stadt Wildau am „NKI“-Pionierprojekt „Klimaschutzdialog“, wie bereits in der Wildauer Rundschau vom 5.12.2014 auf Seite 26 berichtet wurde. Das erste Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist eine Geschichte, die Wildaus bisherige Entwicklung auf dem Weg zum Klimaschutz nachzeichnet (www.wildau.de => Lebensqualität => Stadtentwicklung). Dort kann man lesen, wie viele Einzelprojekte schon durchgeführt wurden, z.B. die Abschaffung der Kohleheizungen in der Schwartzkopff-Siedlung, die Installation von Photovoltaik-Anlagen oder die energiesparende Umrüstung der Straßenbeleuchtung.

Beim Workshop am 4. Mai im Plenarsaal des Volkshauses erarbeiteten jetzt insgesamt 16 Wildauer Teilnehmer aus Wirtschaft, Verwaltung, Hochschule und Politik weitere Handlungsfelder. Unter der Leitung von Marian Bichler von der adelphi consult GmbH und Daniel Willeke vom Servicezentrum kommunaler Klimaschutz (SK:KK) beim Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) wurde einerseits die Bestandsaufnahme des bisher Erreichten vervollständigt. Dabei fiel auf, dass das Geleistete besser bekannt gemacht werden sollte. Vor allem aber wurde festgestellt, dass eine umfassende Strategie für weitere Maßnahmen sinnvoll wäre.

Wildau will wachsen, deshalb konzentrierten sich zwei weitere Fragestellungen beim Workshop um die Themen „Wohnraum und Infrastruktur“ sowie „Klimaschutz und Stadtidentität“. Die neuen Wohngebiete sollten als Pilotprojekte für Umweltschutz mit Lebensqualität gestaltet werden, lautete einer der Vorschläge. Dies könnte sich positiv auf das Image von Wildaus auswirken. „Wir sind gut – auch im Klimaschutz“, so das mögliche Motto.

Die Umsetzung dieser Ideen könnte außerdem durch ein Klimaschutzkonzept und einen Klimaschutz-manager bei der Stadt vorangetrieben werden. Die Teilnehmer des Workshops haben sich deshalb darauf verständigt, ihre Diskussionsergebnisse zusammenzufassen und den  Stadtverordneten vorzustellen. Denn nur wenn alle zusammenarbeiten, kann Wildau Klimaschutzpionier werden.

Ein besonderer Dank gebührt Marian Bichler für die fachmännische Leitung des Workshops.

Dr. Uwe Malich, Bürgermeister und Katja Lützelberger, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit