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Zukunftsforum am 25.9.2013

26.09.2013 Die Stadt Wildau hat am 25. September 2013 gemeinsam mit dem Planungsbüro Jahn, Mack und Partner aus Berlin ein “Zukunftsforum“ zu Fragestellungen und Schwerpunkten der weiteren Entwicklung Wildaus, vor allem in städtebaulicher Hinsicht veranstaltet.
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Damit konnte der intensive Diskussionsprozess zu den wichtigsten Entwicklungsthemen, der bereits 2011/2012 mit den Workshopveranstaltungen zur Vertiefung und Konkretisierung des Leitbildes von Wildau eingeleitet wurde, weitergeführt werden. Das Zukunftsforum war unter anderem deshalb notwendig geworden, weil Wildau die schwere Strukturkrise, die den Ort ab Ende der 80er/Anfang der 90er Jahre getroffen hatte, inzwischen weitgehend überwunden hat und nunmehr neue Entwicklungsziele und Umsetzungswege beraten, diskutiert, und dann auch beschritten werden müssen. Wildau hat sich im Vergleich zu Anfang der 90er Jahre wesentlich modernisiert und in vieler Hinsicht - unter anderem in wirtschaftlicher und städtebaulicher Beziehung – bundesdeutschen Standard erreicht und mehrfach das Durchschnittsniveau sogar schon überschritten. Diese positive Entwicklung soll und muss sich fortsetzen - und dies vor dem Hintergrund einer deutlich gewachsenen Interessensvielfalt vor Ort und einer enorm höheren Erwartungshaltung an die Stadt.

Am Zukunftsforum nahmen mehr als 60 Vertreter aus Unternehmen, Vereinen, Institutionen, Politik, Planung und Verwaltung teil.
Einführend wurden die Ergebnisse der vorab durchgeführten Beteiligung der Gruppen der Senioren und der Jugendlichen in Wildau vorgestellt und die Anforderungen und Notwendigkeiten solcher “Integrierten Stadtentwicklungskonzeptionen (INSEK)“, wovon das Zukunftsforum auch Bestandteil ist, erläutert. In drei Arbeitsgruppen beschäftigten sich die Teilnehmer dann mit den drei Schwerpunktthemen zu Wirtschaft und Wissenschaft, der Stadtlandschaft an der Dahme und der Zentrumsentwicklung in den oberhalb des Westhangs gelegenen Bereichen der Stadt.

Zum ersten Thema wurde das Bild eines „Bandes der Wirtschaft und Wissenschaft“ herangezogen, welches sich vom Gewerbepark über das A10 Center und den Funkerberg bis zum SMB Wissenschafts- und Technologiepark spannt. Auch der Lutra-Hafenausbau ist hier einzubeziehen. Diskutiert wurde über die Möglichkeit, weitere Gewerbeflächen für Wirtschaftsansiedlungen bereit zu stellen. Dabei geht es inzwischen in Verbindung mit dem Wissenschaftscharakter des Standortes vor allem um sog. „Hochkaräter“ - also hochqualifizierte, wissenschaftsaffine und wertschöpfungsintensive Unternehmen. Noch sind einige Flächenpotenziale vorhanden und der Funkerberg ist eine Reservefläche für die mittlere und längerfristige Zukunft.

Der zweite Schwerpunkt war die sich entwickelnde Stadtlandschaft an der Dahme. Hier gibt es verschiedene Handlungsbedarfe sowohl in Bezug auf hochwertiges Wohnen, auf die Naherholung und auf den Naturschutz. Im Bereich des Dahme-Ufers und der Nähe zum Wasser sind durchaus unterschiedliche, ja zum Teil widersprüchliche Interessen und Ansätze auf das machbare und sinnvolle zu fokussieren. Aspekte dabei sind unter anderem die Sanierung und Entwicklung des Klubhauses einschließlich seines unmittelbaren Umfeldes, der Ausbau und die Qualifizierung des Dahme-Wanderwegs, die Stabilisierung und Aufwertung der Kleingartenanlagen, die Entwicklung des Anglergrundstücks (Ortsgruppe), die Bebauung des sog. Dahme-Nordufers (der Bereich vom Albert-Lemaire-Platz bis zur Ortsgrenze nach Zeuthen) sowie das Ziel der Bewahrung unseres Naturerbes in den Dahmewiesen, verbunden aber mit einer gewissen landwirtschaftlichen und Naherholungsnutzung.

Der dritte Schwerpunkt war die Weiterentwicklung des oberen Zentrums von Wildau. Auch hier geht es um die Identifizierung und Nutzung weiterer Wohnungsbaustandorte und um die Qualifizierung der Verbindungen - besonders der Geh- und Radwege - zwischen den Ortsteilen im oberen Bereich unserer Stadt sowie zu den anderen Schwerpunktbereichen. Und es ging um die weitere Stärkung, Sanierung, und Qualifizierung unserer Sportkapazitäten an diesem Standort. Verwiesen wurde unter anderem auf die Notwendigkeit der Anlage eines Kunstrasen-Fußballplatzes, auf den Neubau einer zweiten Ballsporthalle und auf die Sanierung des Otto-Franke-Stadions. Ein weiteres nicht einfaches Thema war die Gestaltung der Hangkante des Teltowplateaus (der sogenannte “Westhang“ - östlich vom Wildorado zum SMB-Gelände hin gelegen). Auch hier sind Wegeverbindungen zu verbessern und gleichzeitig sind die spezifische ökologische Vielfalt und Wertigkeit zu erhalten.

Die Diskussionsprozesse in den drei Arbeitsgruppen waren sehr intensiv, überwiegend sach- und zukunftsorientiert. Es war allen Teilnehmern bewusst, dass der interne Kommunikationsprozess weiter gehen muss, um gemeinsam Ziele, Aufgaben und Lösungsansätze zu bestimmen.

Dr. sc. Uwe Malich, Bürgermeister