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Zu Besuch in der Partnergemeinde Taufkirchen in Bayern

15.05.2013 Vom 8. bis 11. Mai 2013 war eine Delegation aus Wildau zu Besuch in der Partnergemeinde Taufkirchen in Bayern.
Die Delegation bestand aus dem Vorsitzenden der Wildauer Stadtverordneten, Dr. Peter Mittelstädt, den Stadtverordneten Martin Stock und Lutz Rehfeldt, Klaus-Dieter Jakob, Mitglied im Gewerbeverein, Gisela-Margret Obst, Vorsitzende des Kunstfoyers Wildau, Bauamtsleiter Wilfried Kolb, Jörg Günther, Hausmeister in der Grundschule und der Referentin für Öffentlichkeitsarbeit, Katja Lützelberger.

In Taufkirchen trafen sie auf eine Delegation aus der französischen Partnergemeinde Meulan bei Paris.

Im Laufe der Tage entstand im Rahmen des abwechslungsreichen Programmes, das von Ursula Schulze, Referentin für Partnerschaften in der Gemeinde Taufkirchen aufgestellt wurde, ein interessanter Austausch zwischen den Gästen.

Am Eröffnungsabend fand ein Willkommens-Abendessen im Ritter-Hilprand-Hof in Taufkirchen statt. Dort sahen wir die Kollegen aus Taufkirchen und deren französischer Partnergemeinde Meulan bei Paris zum 1. Mal.
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Wir übergaben die Gastgeschenke und lernten uns kennen. Den Mitarbeitern im Rathaus schenkten wir eine vergrößerte und gerahmte Luftbildaufnahme von Wildau, welche hoffentlich einen schönen Platz im Rathaus finden wird. Darüber hinaus erhielten die derzeit amtierende Bürgermeisterin Angelika Steidle, Ursula Schulze und Bernd von Loeben kleine Geschenkkörbe mit Spreewaldprodukten als Erinnerung an ihren letzten Besuch in Wildau, der mit einem Ausflug in den Spreewald verbunden war und als Dank für ihre Gastfreundschaft und Organisation unseres Besuches.
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Am Himmelfahrtstag fand ein gemeinsamer Ausflug an den Starnberger See statt, wo eine mehrstündige Bootsfahrt unternommen wurde. An Bord des Dampfers fand ein reger Gedankenaustausch zwischen den französischen und brandenburgischen Gästen mit den gastgebenden Taufkirchnern statt. Am Abend lud Bürgermeisterin Angelika Steidle zu einer bayerischen Brotzeit in den Wolfschneiderhof, einen alten Bauernhof, der von der Gemeinde aufgekauft und nun als Heimatstube saniert und genutzt wird.
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Bürgermeisterin Angelika Steidle war viele Jahre Vorsitzende des Fördervereins „Freunde des Wolfschneiderhofes in Taufkirchen e.V.“

Eine Vielzahl an historischen Gegenständen aus Taufkirchen und Umgebung wird dort ausgestellt. Allen Gästen in Taufkirchen wird ein Besuch der Heimatstube empfohlen. Diese ist ein Beispiel dafür, was Wildau noch fehlt.

Am dritten Tag besichtigte die Wildauer Delegation das Rathaus, wo sie einen Termin für eine Gesprächsrunde mit der Bauamtsleiterin Tanja Debes hatte. Gemeinsam mit ihr führte Bauamtsleiter Wilfried Kolb eine intensive und interessante fachliche Diskussion über die Stadtentwicklung beider Kommunen.
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Bauamtsleiter Wilfried Kolb und Bauamtsleiterin Tanja Debes

Zum Abschluss des Termins erhielten wir als Geschenk einen Bildband von Taufkirchen, welcher eine gute Anregung für einen Bildband über Wildau ist und ebenfalls ein Bild für unser Rathaus.
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Dr. Peter Mittelstädt, Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung, nahm das Geschenk von der Bürgermeisterin Angelika Steidle entgegen

Im Anschluss daran erfolgte das Pflanzen der Partnerschaftsbäume im Schulwald, der seinen 10. Geburtstag feierte. Jede Kommune pflanzte einen „Baum des Jahres“. In diesem Jahr ist es der Wild-Apfel. Zur Kennzeichnung der Bäume brachte jede Kommune einen Stein aus ihrer Heimat mit und ließ ihn entsprechend gravieren. Die Wildauer brachten einen Findling aus Niederlehme mit, auf dem die Worte „Partnerstadt Wildau seit 1994“ stehen.
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In Kürze wird dieser Stein auf dem Boden vor dem Baum befestigt. Auf Grund der schlechten Witterungsverhältnisse war dies leider nicht in Folge der Pflanzaktion möglich. Aus diesem Grund wurde auch das Schulwaldkonzert in den Jugendtreff verlegt. Dort traten zunächst Kinder der katholischen Kita St. Georg mit einem netten Unterhaltungsprogramm auf. In Taufkirchen gibt es keine Kitas in kommunaler Trägerschaft. Danach traten ein Streichquartett und eine Percussion der Schlagzeuggruppe der örtlichen Musikschule Unterhaching/Taufkirchen auf. Zum Abschluss gab es kleine Gastgeschenke für uns, niedliche Kekse in Form von Dirndl, Lederhose und weiteren bayerischen Symbolen.

In der anschließenden Freizeit besichtigten wir, die Wildauer Gruppe, den Bürgertreff, eine Einrichtung der Gemeinde, in welcher auch Gemeindevertreter ehrenamtlich arbeiten.
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Ursula Schulze und Katja Lützelberger, welche in ihrer Kommune für Partnerschaften zuständig sind und den gegenseitigen Austausch regelmäßig organisieren. Auch Ursula Schulze betreut als Gemeindevertreterin oft den Bürgertreff.
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Am späten Nachmittag fand eine Besichtigung der örtlichen Feuerwache statt. Dort wurden auch Fachvorträge über die Feuerwehren in Taufkirchen und Wildau gehalten. In der Wildauer Gruppe stellten sich Wilfried Kolb, Dr. Peter Mittelstädt und Katja Lützelberger dieser Aufgabe. Eine Lehrerin übersetzte alles auf französisch. Am Abend luden die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Taufkirchen unter der Leitung ihres Kommandanten Michael Huber die Besucher zum Grillen ein und gaben sich alle Mühe, dass sich die Gäste wohlfühlten.
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Der Bäckermeister Christoph Götz und sein Sohn Tobias überreichten uns dann zum Abschied eine große Brezel mit einer 19 in der Mitte, denn so viele Jahre bestehen die partnerschaftlichen Beziehungen zwischen Wildau und Taufkirchen nun schon.




Xenia Marz, Mitglied in der Taufkirchner Künstlergruppe, organisierte zur Unterhaltung der Gäste noch ein Zumba tanzen, das regen Zuspruch fand.

Am letzten Tag fand eine Stadtführung in München statt. Nach dieser verabschiedeten sich die Gäste aus Wildau und freuen sich schon jetzt auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr. Die Gäste aus Frankreich blieben noch einen Tag länger, so dass sie noch das Aufstellen des Maibaums im Ritter-Hilprand-Hof miterleben konnten.

Die Wildauer und Taufkirchener planen den nächsten Austausch Ende April 2014 zur Walpurgisnacht, damit die Bayern auch den Wildauer Maibaum einmal betrachten können.

Katja Lützelberger, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit