Wildau ist Stadt

18.04.2013 Am 26. März 2013 hat die Brandenburger Landesregierung nach einem längeren Prüfungsverfahren (nach einem entsprechenden Antrag der Gemeinde Wildau) beschlossen, der Gemeinde Wildau die Bezeihung „Stadt“ zu verleihen.
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Bild von links: Staatssekretär des Ministeriums des Inneren des Landes Brandenburg, Rudolf Zeeb; Bürgermeister Dr. Uwe Malich und Landrat Stephan Loge.





Am 17. April 2013 übergab der Staatssekretär des Ministeriums des Inneren des Landes Brandenburg, Rudolf Zeeb, offiziell die Urkunde zur Verleihung der Bezeichnung "Stadt" durch die Landesregierung an Bürgermeister Dr. Uwe Malich.

Wildau ist damit die dritte Kommune des Landes Brandenburg, die seit der Wende die Bezeichnung „Stadt“ erhalten hat (nach Erkner und Hohen Neuendorf).

Die neue Bezeichnung „Stadt“ hat für Wildau und die Wildauer Bürger keinerlei rechtliche Konsequenzen. Ihrem rechtlichen Status nach bleibt Wildau eine „amtsfreie Gemeinde“. Die Bezeichnung „Stadt“ führt nicht dazu, dass Wildau mehr Geld an das Land abgeben muss bzw. mehr Geld vom Land zur Erfüllung seiner Aufgaben bekommt. Die Verleihung der Bezeichnung „Stadt“ ist ohne Zweifel eine Anerkennung dessen, was Wildau in den vergangenen 20 Jahren erreicht hat.

Anfang der 90er Jahre war die Situation der Gemeinde Wildau ausgesprochen schwierig. Der Schwermaschinenbaubetrieb mit ursprünglich weit über 3.000 Beschäftigten war in Liquidation gegangen. Die Arbeitslosigkeit war sehr hoch. Das städtebauliche Gesicht Wildaus war wirklich schmuddelig. Aber wir haben gemeinsam den Weg aus der Krise geschafft. Heute haben wir über 1.000 gewerbliche Betriebe in Wildau angemeldet, wir haben fast 10.000 Einwohner (fast 3.000 mehr als Anfang der 90er Jahre) und wir haben die größte Fachhochschule des Landes Brandenburg mit wissenschaftlichen Kontakten in ca.70 Länder der Erde in unserem Wildau. Wildau ist – ohne Übertreibung – eine kleine Stadt besonderer Art. Charakteristisch für Wildau ist die Konzentration und Verbindung von Wirtschaft und Wissenschaft, verbunden mit inzwischen relativ guten Rahmenbedingungen für unsere Lebensqualität. Die deutliche Verbesserung der städtebaulichen Situation gegenüber dem Stand von vor 20 Jahren bringt das zum Ausdruck.

Wir können kurz, relativ kurz, in Freude innehalten. Gut motiviert werden wir uns dann aber wieder in die Arbeit stürzen. Natürlich liegt noch weiterhin viel Arbeit vor uns, die Bezeichnung „Stadt“ beflügelt natürlich auch manche Erwartung in Bezug auf unsere weitere Entwicklung.

Für unsere Zukunftsfähigkeit von entscheidender Bedeutung ist die weitere Stärkung unserer örtlichen Wirtschaft, von deren Wohlergehen hängt unsere Entwicklung in fast allen anderen Bereichen, insbesondere auch in sozialer Hinsicht, maßgeblich ab. Die materiellen Bedingen unserer Lebensqualität hängen von unserer wirtschaftlichen Stärke ab. Dabei besteht eine enge Wechselwirkung zwischen Wirtschaft und Wissenschaft (insbesondere zur Technischen Hochschule).
Wildau muss dabei aber auch versuchen, seinem Ortsnamen gereicht zu werden. Wir waren hier mal eine „wilde Aue“. Also wir müssen sorgsam mit unserer Natur umgehen. Wirtschaft, Wissenschaft und Lebensqualität stellen diverse Ansprüche, aber das darf nur mit dem notwendigen Minimum zu Lasten der Natur gehen, Natur ist Lebensgrundlage.

Wir wollen uns jetzt wohlfühlen in der Stadt. Dafür ist gute Arbeit wichtig, dafür ist unsere Gesundheit wichtig, dafür ist ein gutes Miteinander wichtig. Wir sind gesellige, wir sind gesellschaftliche Wesen. Wir wollen zusammen weiter nach vorne kommen. Und demnächst wollen wir auch wieder gemeinsam feiern, zum Beispiel zum Beispiel nach der Walpurgisnacht am 30.04.2013 wieder im Juni mit dem Ortsverein der Angler, der Schützengilde Königs Wusterhausen-Wildau, der Wildauer Feuerwehr, dem Wassersportklub Wildau e.V. und der Technischen Hochschule auf ihrem Campusfest.

Dr. Uwe Malich, Bürgermeister