Wildau hilft

04.07.2013 Große Resonanz bei der Hochwasserhilfe der Freiwilligen Feuerwehr und der Stadt Wildau
Der Aufruf kam zeitnah. Wildaus ehemaliger Stadtbrandmeister und heutiger Feuerwehr-Senior Olaf Zdrankowski war vor Ort. Damals, als die Deiche zu brechen drohten.
Seine Gespräche mit Betroffenen vor Ort haben in ihm den Willen wachsen lassen, nach dem Hochwasser weiter zu machen. Hilfe dort zu gewähren, wo sie dringend gebraucht wird.

Unter der Schirmherrschaft des Wildauer Bürgermeisters Dr. Uwe Malich wurde ein Spendenaufruf gestartet. Innerhalb von 14 Tagen platzen die Lagerreserven bei der Freiwilligen Feuerwehr aus „allen Nähten“. Eine große Zahl ganz unterschiedlicher Sachspenden wurden sowohl von privaten Spendern, als auch von Firmen der Wildauer Feuerwehr geben. Zwei LKW können damit beladen werden. Es gilt, den Transport zu organisieren und die Empfänger zu bestimmen.

Besonders problematisch war es, die konkrete Bedarfssituation der Notleidenden zu ermitteln. Ausgeschlossen ist es für die Initiatoren, irgendwelche Läger vor Ort zu füllen. Man wollte schon sehen, wer welche Hilfe bekommt. Das konnten auch die Beauftragten der betroffenen Gemeinden vor Ort nachvollziehen. Sie kamen aber mit der Bitte dem Ansinnen der Organisatoren zuvor, indem sie darum baten, mit der Anlieferung noch zu warten. Die wirklich arg Betroffenen sind derzeit in Notunterkünften untergebracht, ihre eigenen Häuser sind momentan nicht bewohnbar. Andere, die schon wieder zurück in ihre Häuser durften, würden nicht die nötige Bedürftigkeit aufweisen.

Stadtbrandmeister René Sperling, Feuerwehr-Senior Olaf Zdrankowski und Bürgermeister Dr. Uwe Malich setzten sich nun zusammen und beschlossen, eine Delegation Sachkundiger ins Katastrophengebiet zu entsenden. Am Donnerstag, den 04.07.2013, fahren die Beauftragten ins Gebiet des Jerichower Landes, um sich vor Ort ein Bild von der erforderlichen Hilfe zu machen. Danach wird entschieden, wie mit den zahlreich gespendeten Sachen umgegangen wird.

Das benannte Gremium ist vorbereitet. Auch Fragen der erforderlichen Hygiene am Hilfsort werden erfasst und durch die Vertreter bewertet. Initiator Zdrankowski: „… wir wissen, dass ihnen alles genommen wurde. Aber wie es derzeit aussieht, welche Bedarfe vor Ort wirklich bestehen, darüber gibt es nur ungesicherte Informationen. Hier sollen die von uns Entsandten Aufklärung bringen. Danach entscheiden wir, wie es weiter geht.“

Die Abordnung der Wildauer Feuerwehr-Vertreter wird am gleichen Tag zurück erwartet, ein Bericht wird folgen.

Dr. Uwe Malich, Bürgermeister und René Sperling, Stadtbrandmeister