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Wildau hat eine neue Straße: Die Albertusstraße

29.08.2014 Am Freitag, dem 29. August 2014, fand die offizielle Übergabe der neu errichteten Erschließungsstraße im Gewerbepark Berlin/Wildau (bzw. laut Bebauungsplan „Gewerbepark Süd“) an die Stadt Wildau und die feierliche Enthüllung des Straßennamens „Albertusstraße“ statt.
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Landrat Stephan Loge lobte dabei die gute wirtschaftliche Entwicklung der Stadt Wildau und gratulierte Bürgermeister Dr. Uwe Malich zu dieser. Darüber hinaus gratulierte er der neuen Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung, Angela Homuth zu Ihrer neuen, verantwortungsvollen Aufgabe. Der Bürgermeister bezeichnete den Tag als einen guten Tag für die Stadt Wildau. Der Wirtschafts- und der Arbeitsstandort Wildau würden weiter gestärkt werden. Gerhard Janßen, Geschäftsführer der Regionalen Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Dahme Spreewald, lobte vor allem die gute Zusammenarbeit zwischen Landrat und Bürgermeister für die Ansiedlung neuer Firmen. Hierbei wäre vor allem Schnelligkeit wichtig. Und diese Schnelligkeit gibt es am Standort Wildau. Auch Harald Großkinsky, Projektentwickler bei der Kemmer Besitz GmbH & Co. KG, lobte die Arbeitsweise in Wildau und sagte: „Man kann sich hier im Ort auf die Verwaltung und die Stadtverordneten verlassen“.

Die Straße wurde 2014 im Auftrag der Kemmer Besitz GmbH & Co. KG gebaut und erhält im Hinblick auf die Ansiedlung einer (Enkel-)Tochterfirma der Albertuswerke GmbH den amtlichen Straßennamen „Albertusstraße“. Die Idee für den Straßennamen kommt von Herrn Bernd Cürten, Geschäftsführer der Firma Johann A. Meyer GmbH. Ein 20.000 m² großes Areal wurde 2013 von der damaligen Eigentümerin, der Kemmer Besitz GmbH & Co. KG, an die Albertuswerke zur Errichtung einer Betriebsstätte der Johann A. Meyer GmbH veräußert. Dabei handelt es sich um einen 1990 gegründeten Fachhandel für Reinigung, Hygiene und Pflege mit ca. 50 Mitarbeitern. Das Unternehmen Johann A. Meyer ist eine Handelstochter der FALA Werk GmbH, die wiederum eine Tochter der Albertuswerke GmbH ist. Auf Grund erheblicher Zuwächse, gestiegener Kundenanforderungen und den damit verbundenen wachsenden klassischen Aufgaben eines Handelsbetriebes hat sich die Firma Johann A. Meyer GmbH für den Standort Wildau entschieden. Die Räumlichkeiten in ihrer bisheriger Niederlassung in Waßmannsdorf/Schönefeld waren dafür nicht mehr ausreichend. Das Sortiment der Firma umfasst ca. 60.000 Artikel, wovon ca. 6.000 ständig im Lager vorrätig sind - angefangen beim einfachen Putztuch über eine große Auswahl von Hygienepapieren bis hin zu leistungsstarken Reinigungs- und Pflegemitteln, dazu namhafte Reinigungsmaschinen für unterschiedliche Anforderungen. Es erfolgt eine tägliche Belieferung mit eigenem Fuhrpark an Großverbraucher aus der Gebäudereinigung, Gastronomie & Hotelerie, Krankenhäuser und Alten- und Pflegeheime im Raum Berlin/Brandenburg. Ergänzt wird dies durch die klassische Kundenbetreuung vor Ort sowie auch durch Mitarbeiter im Innendienst. Der Name der Straße orientiert sich an der 1905 von Albert Stahn gegründeten „ALBERTUSwerke GmbH“. Der Firmengründer Albert Stahn war auch ein begnadeter Erfinder. Er gilt u.a. als Erfinder der Höhensonne (Vorgänger der heutigen Solarien) sowie des „Aufreissfadens“ bei Lebensmittelverpackungen. Nach Gründung des Unternehmens produzierte die Albertuswerke GmbH zunächst die „UV-Bogenlampe“. In den frühen 20er Jahren begann Albert Stahn das Unternehmen für die Zukunft neu auszurichten. Er konzentrierte sich auf den Bereich der Gießereichemie und den Bedarf an neuen organischen Bindemitteln zur Herstellung von Gussstücken, später kam die Entwicklung von Maschinen zur Fertigung von Gussstücken dazu. Parallel dazu beschäftigte sich das Unternehmen auf dem Gebiet der Großflächenreinigung durch mit Reinigungsmitteln getränkte Holzspäne. 1947 wurde der entsprechende Teil der GmbH ausgegliedert und die FALA-Werk GmbH gegründet. 1970 haben sich die Albertuswerke GmbH und die Gebr. Hüttenes KG (Düsseldorf) zur Hüttenes-Albertus GmbH zusammengeschlossen. Die Hüttenes-Albertus Gruppe ist heute in über 30 Ländern aktiv und gilt als weltweit führender Hersteller von chemischen Produkten für die Gießereiindustrie. Die größte Produktionsstätte in Deutschland befindet sich in Hannover. Die Albertuswerke GmbH fungiert heute als Industrieholding mit Sitz in Isernhagen bei Hannover. Eine Straße, die nach den Albertuswerken benannt ist, gab es bisher noch nicht.

Am 29. August 2014 wurde auch die geplante Ansiedlung der Firma LCK (Handel, Lagerung und Verarbeitung von Metallhalbzeugen) verkündet. Im Mai 2014 wurde zwischen der Kemmer Besitz GmbH & Co. KG und der Firma LCK ein langjähriger Mietvertrag unterzeichnet, welcher die Errichtung einer Betriebsstätte mit einer Halle von 3.000 m² und einem Bürogebäude von 300 m² auf einem Betriebsgelände von ca. 10.000 m² voraussetzt. Der Baubeginn wird im 4. Quartal 2014 erfolgen. Die Inbetriebnahme ist für den 1. Dezember 2015 geplant.

Katja Lützelberger, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und Stadtmarketing