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Wiedereröffnung des Schwimmbeckens im Wildorado

30.10.2012 Am 27. Oktober 2012 fand im Wildorado die feierliche Eröffnung des Schwimmbeckens statt. Der Badebetrieb darin begann bereits eine Woche zuvor am 20. Oktober 2012.
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In seiner Rede ging Bürgermeister Dr. Uwe Malich auf die soziale Bedeutung der Schwimmhalle ein, die ein wichtiger Faktor für die Lebensqualität in Wildau und der umliegenden Region ist.
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Als Geschenk überreichte er dem Geschäftsführer der Wildauer Sportbetriebsgesellschaft (WSB), Klaus-Dieter Kurrat, ein Gemälde von Peter Ringling mit dem Titel „Schwimmer“. Peter Ringling ist wohnhaft in Wildau und Mitglied im Kunstfoyer Wildau.
Besonders bedankte sich der Bürgermeister bei seinem Stellvertreter, Hauptamtsleiter Hartmut Schliemann, für seinen Einsatz bei der Realisierung der Baumaßnahme.
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Herr Hoffmann vom Büro BAUCONCEPT lobte vor allem die gute Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten während der Bauphase. Diesem Dank schloss sich auch Klaus-Dieter Kurrat an. Er sagte, er wäre froh und dankbar und sei stolz auf das, was geschafft wurde.




Der in den Jahren 1968/1970 errichtete Teil des Schwimmhallenkomplexes mit dem 25-Meter–Schwimmbecken wurde bereits im Jahr 1996 saniert. Das Becken ist auch ein wesentlicher Bestandteil des in den Jahren 2005 bis 2007 erweiterten Schwimmhallenkomplexes. Regelmäßig wird dieses Becken von mehr als 20 Schulen, zum Beispiel für den Sportunterricht, aber auch vor allem von den Sportvereinen, den Senioren und Familien genutzt.

Zwischenzeitlich waren an den Konstruktionen des Beckenumgangs, des Beckens und der Glasfassade erhebliche Schäden infolge der Einwirkung des chlorhaltigen Badewassers aufgetreten. Das Ausmaß der Schäden war so gravierend, dass der Beckenumgang, der auch die Decke über dem Kellergeschoss darstellt, in welchem die haustechnischen Anlagen untergebracht sind, seit 2010 provisorisch abgestützt werden musste.

Das Schadensbild, die Schadensursache und auch die Möglichkeiten einer Sanierung wurden in zwei Gutachten bestätigt. Demnach war die Sanierung der Tragwerksteile dringend erforderlich.

Die Arbeiten wurden planmäßig in 5,5 Monaten Bauzeit frist- und kostengerecht durchgeführt (hauptsächlich in den Sommermonaten diesen Jahres/2012 unter Ausnutzung der Schulferienzeit).

Die Baumaßnahme umfasste folgende Arbeiten:

  • kompletter Ersatz der Stahlbetondecken über dem Untergeschoss des Beckenumgangs einschließlich des Beckenkopfes,
  • Sanierung der östlichen Außenwand im Untergeschoss von innen und außen,
  • Einbau eines Edelstahlbeckens als Ersatz für das verschlissene Fliesenbecken,
  • notwendige Instandsetzung bzw. Modernisierung der kompletten Wasser-, Abwasser-, Heizungs-, Lüftungs- und Elektroanlage,
  • Neueinbau einer optimierten Lüftungsführung,
  • Einbau einer Glastrennwand mit entsprechenden Öffnungen zwischen dem Variobecken im Erweiterungsbau und dem Schwimmbecken einschließlich der Schwimmmeisterzentrale und
  • Aufbau einer neuen Wärmebank mit Anschluss an die Fußbodenheizung.

Die Kosten für die Baumaßnahme betrugen insgesamt 1.100.000 EUR, davon 820.000 für die Baukonstruktion und 280.000 EUR für die Haustechnik. Dies konnte die Gemeinde Wildau nur durch Aufnahme eines Kredites bewerkstelligen. Die Gemeinde Wildau bezuschusst die Wildauer Sportbetriebsgesellschaft (WSB) darüber hinaus jährlich mit ca. 600.000 EUR, wovon die WSB ca. 400.000 EUR an die Gemeinde zurückzahlt. Bürgermeister Dr. Uwe Malich sagte: „Es ist nicht einfach, eine Schwimmhalle zu betreiben. Wir müssen noch einiges tun, um die Auslastung vor allem in den Sommermonaten zu erhöhen.“
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Den Abschluss der Veranstaltung bildete ein „Olympiatalk“, bei dem Rainer Rosenthal, Sportredakteur bei der Märkischen Allgemeinen Zeitung, mit Klaus-Dieter Kurrat und Frank Wiegand sprach. v.li.: Klaus-Dieter Kurrat, Rainer Rosenthal und Frank Wiegand unterhielten sich angeregt. Im Hintergrund ist das Bild „Schwimmer“ von Peter Ringling zu sehen.



Klaus-Dieter Kurrat gewann 1976 olympisches Silber in der 4 x 100-Meter-Staffel. Der ehemalige Kraulschwimmer Frank Wiegand hingegen gewann sogar vier Mal olympisches Silber, jeweils 1964. Beide schilderten unterhaltsam die Erlebnisse von einst und sprachen auch über ihr heutiges Verhältnis zum Sport. Darüber hinaus gaben sie auch persönliche Dinge preis. So erzählte Frank Wiegand wie er einst seine Frau kennenlernte und Klaus-Dieter Kurrat wie er erst in diesem Jahr an einem Treffen ehemaliger Olympiasieger teilnahm. Zudem ermunterten sie die Anwesenden, selbst im Sport aktiv zu werden.

Thomas Kralisch, Bauverwaltung/Facility Managemet und Katja Lützelberger, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit