wildau.de »Startseite »Aktuelles »Meldungsübersicht »Wichtige Informationen zum Eichenprozessionsspinner 2018
Wie schon in den vergangenen Jahren ist es auch 2018 wichtig, die Bürgerinnen und Bürger im Zusammenhang von Gefahren und Vorsichtsmaßnahmen zu sensibilisieren, die bei Befall und bei Kontakt mit den Raupen des Eichenprozessionsspinner-Falters und ihren Brennhaaren, die ein Nesselgift enthalten, auftreten können. Am auffälligsten bei einem Befall ist der Kahlfraß, der dann vor allem ältere frei stehende Bäume - bevorzugt Eichen - trifft.
Problematisch sind vor allem die möglichen gesundheitlichen Gefahren für Mensch und Tier, die bei Kontakt mit den Brennhaaren auftreten können. Sie reizen die Haut mechanisch und chemisch mit unangenehmen Folgen wie Juckreiz, Hautentzündung, Reizungen der Augen oder Atemwege, Fieber, Schwindel. Auch Haustiere können betroffen sein. Gelangen solche Brennhaare oder ganze Gespinstnester der Spinnerkolonien z.B. durch Luftbewegung in die Bodenstreu von Stallungen, können sie dort noch jahrelang aktiv sein.
Auf die möglichen Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit muss deshalb immer wieder hingewiesen werden: Jegliche Arten von Raupen und Gespinsten sollten nicht berührt werden. Kinder müssen vor dem Anfassen von Raupen oder solchen Gespinsten gewarnt werden.
Befallene Bereiche sind deutlich erkennbar abzusperren oder mit Warnschildern zu versehen. Nach einem Aufenthalt in befallenen Gebieten sollten zumindest die Haare gewaschen, möglichst geduscht, die Kleidung gewechselt und gewaschen werden. Bei Hautausschlägen nicht kratzen, damit keine Entzündungen entstehen! Bei stärkeren Beschwerden muss ein Arzt aufgesucht werden.
Spezielle Fragen zum Gesundheitsschutz beantwortet das Gesundheitsamt des Landkreises Dahme-Spreewald über sein Auskunftstelefon unter der Festnetz-Tel. Nr.: 03375-262145.
Damit es gar nicht erst zu Befall und solchen Beeinträchtigungen kommt, ist es ratsam, dass jeder Eigentümer von Eichenbäumen jetzt schon seine Bäume wieder aufmerksam nach geschlüpften Larven absucht. Die typischen Nester (Gespinste), die gerne in Astgabeln oder am Stamm (sog. Ruheplätze) entstehen, bilden sich etwa ab dem 5. Larvenstadium.
Die Nahrungssuche der Tiere erfolgt nachts und trifft Knospen und Blätter mehrerer Eichenarten. Im älteren Larvenstadium sind die ‘Prozessionen‘ der Raupen - woher auch der Name stammt – in langen Kolonnen in den befallenen Pflanzungen zur Nahrungssuche auch tagsüber gut zu beobachten. Sie verlaufen ggf. sogar über Straßen und Plätze von Baum zu Baum.
Ab Mitte Juni erfolgt dann in der Regel die Verpuppung. Die Kokons der einzelnen Raupen werden im Nest wabenartig zusammengesponnen. Auch das nähere Umfeld von Eichen ist in die Beobachtungen einzubeziehen, da Gespinstnester manchmal auch vom Baum abfallen können. Die am Baum fest haftenden wie auch abgefallene Nester sind am sichersten auf mechanische Art und Weise zu bekämpfen, wozu möglichst dafür ausgebildete professionelle Fachleute (Fachfirmen) heranzuziehen sind.
Dabei saugen diese - mit Spezialgeräten und Schutzbekleidung ausgestattet - zum Zweck der Beseitigung der oben beschriebenen Brennhaare der Raupen mit ihren allergieauslösenden Stoffen, die gesamten Nester nebst ihrer Brut ab. Dies geschieht meist bis spätestens Mitte Juni, bevor ein Ausfliegen der dann entwickelten Falter beginnt.
Wir bitten daher auch alle Bürgerinnen und Bürgern um Aufmerksamkeit und um Mittteilung zu erspähten Nestern oder wenn solche Prozessionen beobachtet werden, damit rechtzeitig entsprechende Maßnahmen zur Bekämpfung auch seitens der Stadt Wildau in die Wege geleitet werden können.
Ansprechpartner der Stadt sind Herr Starke u und in Vertretung  Frau Kühn

Ulf Starke
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