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Wanderratten – eine Landplage, die auch vor unserem Wildau nicht ‘Halt‘ macht

18.02.2015 Im vergangenen Jahr schreckten Meldungen über ein vermehrtes Auftreten von Wanderratten im Bereich der Dorfaue auf. Es wurden massive Bekämpfungs- und Abwehrmaßnahmen durchgeführt, womit auf jeden Fall eine gewisse Dezimierung erreicht wurde.
Aber ganz vertreiben lässt sich damit diese Landplage nicht!
Wanderratten kommen überall in Mitteleuropa vor – und wo sie gute Bedingungen vorfinden, vermehren sie sich entsprechend. Und dabei ist der Mensch mit seinem Umweltverhalten ein nicht unwesentlicher Einflussfaktor.
Wanderratten gelten als Gesundheitsschädlinge und ebenso als Material- und Vorratsschädlinge. Die Tiere ernähren sich normalerweise im Frühjahr vor allem von Knospen und jungen Trieben und später von Früchten und Samen. Dabei sind sie aber nahezu Allesfresser und werden von allem Essbaren, was sich ihnen präsentiert, angezogen. Vor allem menschliche Nahrungsreste sind – wenn sie quasi noch auf dem Präsentierteller liegen – ein gefundenes Festfressen. Werden Nahrungsreste ins Freie gebracht und dort nicht ordnungsgemäß entsorgt, werden den Tieren ideale Bedingungen geboten und es kann zu vermehrtem Befall und zu einer Rattenplage kommen. Und hier liegt es mit am Menschen, entsprechende Vorkehrungen und Verhaltensregeln zu beachten: beliebte Tummelplätze – da oft ergiebige, leckere Futterquellen für die Ratten – sind die vielen offenen Komposthaufen in den Gärten. Und diese dürfen nicht mit allem Verrottbaren be-stückt werden - vor allem nicht mit Resten zubereiteter Nahrungsmittel. Daher sollten auf den Komposthaufen nur r o h e Gemüse- und Obstreste, Eierschalen, verwelkte Blumen oder Kräuter (dabei längere Stiele und dickere Pflanzenteile klein schneiden - das beschleunigt die Kompostierung), Rasenschnitt, kleine Mengen an Pappe oder Zeitungspapier (kein farbiges und kein Hochglanzmaterial), Tee- und Kaffeesatz, Laub und Strauchschnitt und Mist von Haustieren (nur in geringen Mengen) als verrottbare Materialien entsorgt werden.

Die Essensreste dürfen aber auch nicht in der Kanalisation landen, sondern sind bitte ganz normal über den Rest- bzw. Hausmüll zu entsorgen - und dabei sind die Mülleimer bzw. -Container gut verschlossen und dicht zu halten. Schade ist, dass überhaupt so viele Nahrungsmittel verderben und dann auf dem Müll landen – aber die Ratten sollten damit nicht auch noch gefüttert werden!

Laura Jaeck, Praktikantin der Stadt Wildau, Wilfried Kolb, Bauverwaltung/Facility Management und Katja Lützelberger, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und Stadtmarketing