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Wald in Wildau – Nutzung und Waldentwicklung am Beispiel „Kurpark“

13.03.2015 Ein Ziel der im Jahr 1993 erfolgten sehr umfangreichen und aufwendigen Arbeits-beschaffungsmaßnahme zur Sanierung des Wildauer Kurparks mit 53 ABM-Kräften, drei Fachausbildern und einer entsprechenden Förderung durch das damalige Arbeitsamt war es, im Bereich des Kurparks einen ökologisch wertvollen Wald durch Erhöhung der Artenvielfalt zu entwickeln.
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Dabei wurde auch bewusst die Prämisse mit einbezogen, dass zum Kreislauf der Natur auch absterbende und tote Gehölze gehören. Denn gerade diese bilden für viele Tiere erst die Lebensgrundlage in Form von Nahrungquellen oder als Nist- und Wohnhöhlen, die z.B. durch den Specht geschaffen werden. Ohne Spechte gäbe es aber keine Nisthöhlen und ohne Nisthöhlen dann keine Wohnmöglichkeiten für Fledermäuse, Singvogelarten und so manche Insekten.

Bei der jährlich im Kurpark durchgeführten Begutachtung wird der Baumbestand bezüglich seiner Standsicherheit und anhand augenscheinlicher Schäden geprüft. Sind solche Schädigungen oder Gefährdungen der Bäume vor allem auch im Umfeld der Wege ersichtlich, werden diese gekennzeichnet und die erforderlichen Schutzmaßnahmen durchgeführt. So ist es manchmal ausreichend, angebrochene Äste zu entfernen, oder aber die betroffenen Bäume müssen ganz gefällt werden. Wenn sich entsprechende Schadensbilder im Laufe des Jahres zeigen, wird natürlich ebenfalls sofort eingegriffen.

Eine einhundertprozentige Sicherheit kann aber trotz aller Kontrollen und der regelmäßigen Pflegemaßnahmen nicht garantiert werden. Bei Sturm, während oder nach Starkregen, bei umfangreichem Schneefall und ähnlichen Naturereignissen ist nicht absolut auszuschließen, dass Äste brechen oder ganze Bäume Schaden nehmen.

Die Natur und ihre Elemente sind weder bis in alle Details messbar noch berechenbar. So muss selbst für die Hauptwege in diesem Stück Wildauer Wald, der zwar den Namen “Kurpark“ trägt, aber der sich – wie eingangs schon erwähnt – zum ökologisch wertvollen Wald mit hoher Artenvielfalt entwickeln soll – in Kauf genommen werden, dass es sich um Waldwege handelt, für die nicht die Standards wie in einem Stadtpark oder in einer Grünanlage mit etwas Baumbestand gelten können.

Daher sind alle Besucher und Spaziergänger im Kurpark auch Waldnutzer zu entsprechend notwendiger Vor- und Rücksicht aufgerufen.

Also Augen auf beim Spazierengehen … und wer dann sogar im Dunkeln durch den Kurpark joggen will, muss wissen, dass dies in eigener Verantwortung und auf eigene Gefahr geschieht.

Bauverwaltung / Facility Management