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Volkstrauertag am 17. November 2013

19.11.2013 Anlässlich des Volkstrauertages am 17. November legte Bürgermeister Dr. Uwe Malich gemeinsam mit Vertretern der Stadtverordnetenversammlung und weiteren Bürgern Kränze und Blumen zum Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt an verschiedenen Gedenkstätten in Wildau nieder.
Unter den Teilnehmern befanden sich Vertreter der Fraktionen sowie der Ortsverbände der Partei die LINKE und der SPD, auch der parteilose Stadtverordnete Lutz Rehfeldt war dabei.

Zunächst wurde das Ehrenmal vor dem Gebäude der WiWO in der Friedrich-Engels-Straße (ehemaliges Rathaus) aufgesucht. Hier sind 35 Soldaten und Offiziere der Roten Armee begraben, die in den letzten Kämpfen gegen die deutsche Wehrmacht um die Befreiung vom Faschismus gefallen sind.

Der Weg führte weiter zu den Ehrenmalen auf dem Campus-Gelände der Technischen Hochschule Wildau (vor Haus 13). Hier wurden, stellvertretend für alle Widerstandskämpfer, Otto Grabowski, Paul Schütze und Otto Lemm für ihren aktiven Widerstand gegen das Hitlerregime geehrt.

Danach besuchte die Gruppe den Gedenkstein vor dem Wildorado, welcher an das große Zwangsarbeiterlager, das sich dort während des 2. Weltkrieges befand, erinnert.

Im Anschluss wurden zwei Grabstätten auf dem Wildauer Waldfriedhof aufgesucht. An einer Stelle wurden 44 Zwangsarbeiter und 24 russische Soldaten begraben.
An einer weiteren Grabstelle sind unbekannte Soldaten und Offiziere beerdigt.

„Wer sich nicht erinnert, wer vergisst, wer verdrängt - der kann Zukunft nicht gestalten, kann Frieden nicht wahren, weil er nicht weiß, was Krieg und Gewalt bewirkt!“ (Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.)

Katja Lützelberger, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit