Vitamine

Keine Alternative zur Prävention
Die Menschen werden älter, das stimmt. Jedoch im Detail betrachtet, erreicht etwa ein Drittel der Bevölkerung das „Rentenalter“ nicht.
 Ein weiteres Drittel etwa erreicht es, aber in einer hilfsbedürftigen gesundheitlichen Verfassung. Und nur das „letzte“ Drittel der Bevölkerung, weit weniger als die Hälfte, hat die Möglichkeit, mit einer guten körperlichen und geistigen Verfassung die Lebensphase der „arbeitsfreien Zeit“ auch „genießen“ zu können. Diese Gruppe zu vergrößern, ist der Anspruch der Prävention. Die Wurzeln hierfür werden in der Kindheit, ja eigentlich bereits während der Schwangerschaft, gebildet. Gesundheit von der Schwangerschaft bis ins hohe Alter, eine gesellschaftliche Aufgabe, die jedoch nur kommunal, letztendlich individuell umgesetzt werden kann. Die gesellschaftlichen Handlungsträger haben auf Bundesebene die Verantwortung, aber auch die Möglichkeit dafür Sorge zu tragen, Rahmenbedingungen zu schaffen, die diesen Anspruch unterstützen. Volkswirtschaftlich betrachtet ist Prävention alternativlos, da sie die einzige Möglichkeit ist, die ausufernden Kosten im „Gesundheitswesen“ auf Dauer zu senken. Eigentlich ist Prävention relativ einfach! Aktiv werden, um sich vor Krankheiten und vorzeitigem Altern zu schützen. Es erfordert nur ein wenig Bewusstheit zum Thema (Grafik) und etwas Disziplin, täglich etwas „Präventives“ für sich zu machen. Anhaltende Gesundheit, körperliche und geistige Fitness sind der Lohn. Das Wildauer Gesundheitsnetzwerk will alle interessierten Bürger zur Frage der Bewusstheit unterstützen. Und so hoffe ich darüber auch, die erforderliche Eigenmotivation zu fördern. Letztendlich ist jeder für seine Gesundheit selbst verantwortlich, aber in der Gemeinschaft fällt es immer leichter.

Gerd Draeger, Präventologe