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Vernissage "Die Kunst als heilende Kraft"

05.06.2014 Die Vernissage am 3. Juni 2014 begann im Volkshaus Wildau mit einer Lesung. Die Autorin Christine Kollmann gab einen kleinen Einblick in ihr Buch „Nun MS“. In dem Buch schildert sie autobiographisch ihre Krankheit Multiple Sklerose.
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Sie beschreibt drastische Veränderungen und Verschlechterungen, nicht nur ihres körperlichen Zustandes, sondern auch und vor allem, die in ihren sozialen Beziehungen, bis hin zu Überforderung und Erschöpfung. Zudem wird im Buch der Umgang mit dieser schweren Krankheit beschrieben und macht ein wenig Mut, trotz Krankheit, ein möglichst normales Leben zu führen. Vor allem aber wird gezeigt, wie eine Mutter und ihre Tochter, die durch diese Krankheit fast endgültig getrennt worden wären, durch eben diese sich wieder näher gekommen sind.
Während Christine Kollmann ihre Erlebnisse schriftlich verarbeitet, versucht ihr Ehemann Jens Wendland dies in Bildern. Diese sind im Eingangsbereich im Erdgeschoss ausgestellt. Nach der Lesung lud Bürgermeister Dr. Uwe Malich dazu ein, musikalisch umrahmt, die einzelnen Ausstellungen der Künstler im Volkshaus zu besichtigen.
An diesem Abend eröffneten noch zwei weitere Künstler, die eine Krankheit haben und als Hobby malen, um die Krankheit zu verarbeiten, ihre Ausstellungen: Martina Reichmuth und Morris Gärtner. Während Martina Reichmuth bereits bekannt für ihre Ausstellungen im Volkshaus ist, sind Ausstellungen wie diese für Morris Gärtner noch Neuland. Seine Ausstellung trägt den Titel „Malerei als Ablenkung“. Die neue Ausstellung von Martina Reichmuth heißt „Unsere Dahme“,
Hinzu kamen im Obergeschoss noch zwei weitere Künstler. In der großen Galerie und im Flur der Finanzverwaltung eröffnete Michael Pruhs seine bisher größte Ausstellung zum Thema „Berge der blauen Sehnsucht“. Vor dem Büro des Bürgermeisters präsentierte Gisela-Margret Obst, Vorsitzende des Kunstfoyer Wildau, neue abstrakte Werke aus dem Atelier Nr. 40.
Ergänzt wurde die Veranstaltung durch die Siegerehrung des Malwettbewerbes des Bürgermeisters anlässlich des Kindertages am 1. Juni. Das Motto des diesjährigen Wettbewerbes lautete: „Wilde Natur in Wildau. Was gefällt Dir am besten?“ Die Gewinnerbilder werden im Erdgeschoss im linken Flügel im Flur der Abteilung des Bürgermeisters ausgestellt.
Die Gäste wurden Zeuge von einem Abend voller Kunst, aber auch Erzählungen über krankheitsbedingte Tiefschläge, wie sie der eine oder andere vielleicht noch nicht erlebt hat. Das Ziel dieser Vernissage war es zu zeigen, dass, wie schwer das Leben auch oft ist, es auch immer einen Weg gibt, damit umzugehen und aus schönen Dingen Kraft zu schöpfen.
Die Werke der Künstler können bis zum 15. August 2014 im Volkshaus Wildau besichtigt werden.

Katja Lützelberger, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und Stadtmarketing