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Umwelt- und Gesundheitsministerin Anita Tack in Wildau zu Besuch

07.10.2012 Am Freitag, den 28.09.2012, ab 18.30 Uhr, war die Ministerin für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg, Frau Anita Tack, Gast einer Gesprächsrunde in Wildau, eingeladen vom Bürgermeister der Gemeinde Wildau.
Frau Anita Tack und Herr Dr. Uwe Malich.JPG
Zu Beginn erläuterte die Ministerin den aktuellen Stand um die massenhaften Magen-Darm-Infektionen in Schulen im Land Brandenburg. Die genaue Ursache der Infektionen stand zum Zeitpunkt der Gesprächsrunde in Wildau noch nicht fest. Glücklicherweise war der Infektionsverlauf bei den betroffenen Kindern bis dahin überwiegend relativ leicht.

Im Weiteren wurden vor allem Stand und Probleme der Umweltsituation im Land Brandenburg und der gesundheitlichen Situation der Bürger in unserem Land diskutiert. Festgestellt werden konnte, dass die Umweltsituation im Land Brandenburg sich gegenwärtig relativ positiv darstellt. Das betrifft die Luftgüte, die Gewässergüte, die Unterschutzstellung größerer Gebiete im Land Brandenburg als Naturschutzgebiete, Biosphärenreservate und Naturparks. Bemerkenswert ist die deutliche Verbesserung gegenüber der Lage Ende der 80er Jahre des vorherigen Jahrhunderts. Auch aus Umweltsicht ist Brandenburg ein schönes Land. Dennoch bleibt die Umweltsituation in Brandenburg eine wichtige und spannende Aufgabe für die Bürger und für die Politik in den nächsten Jahren und Jahrzehnten. Insbesondere die globale Erwärmung wird Brandenburg vor neue und schwierige Herausforderungen stellen, denen wir uns auf einer Vielzahl von Gebieten stellen müssen. Zu denken ist an die Vorsorge/Vorbereitung auf längere sommerliche Trockenperioden und auf vermehrte Starkregenereignisse in den Wintermonaten. Und natürlich muss auch Brandenburg seinen Beitrag zur Begrenzung der globalen Erwärmung leisten. Über das weitere Vorantreiben der regenerativen Energieerzeugung kann und soll Brandenburg eine Vorbildrolle für andere Länder auch im internationalen Maßstab spielen.

Es spielten verschiedene Gesundheitsfragen im Gespräch mit der Ministerin eine ganz wichtige Rolle. Die Ministerin konnte berichten, dass die Gesundheitswirtschaft, z.B. die Ausstattung mit Reha-Kliniken, in Brandenburg inzwischen einen sehr guten Stand erreicht hat. Schwierig ist hingegen aus verschiedenen Gründen die Versorgung der sog. peripheren Räume des Landes mit Haus- und Fachärzten. Hier sind Kommunen, die Krankenkassen, die Ärzteverbände und die Landespolitik zu neuen und kreativen Lösungsansätzen gefordert. Vor allem die Rahmenbedingungen für die Ärzte auf dem Lande müssen stimmen. Mit Bedenken angesprochen wurde die relativ geringe wissenschaftliche Basis der gesundheitlichen Betreuung und Vorsorge im Land. Ist der Gesundheitszustand der Brandenburger nicht so gut wie in der Bundesrepublik insgesamt? Es gibt jedenfalls relativ viel Krankschreibungen in unserem Land. Die Ursachen müssten noch präziser als gegenwärtig möglich erforscht werden. Ein weiteres Problemfeld war die im Land Brandenburg  wie in der Bundesrepublik insgesamt unzureichende Krankheitsprävention. Hier sind die Bürger, die Krankenkassen, die Schulen, aber auch die Politik und andere gefragt. Durch eine deutlich verbesserte Prävention können sowohl krankheitsbedingte Leiden für viele Menschen vermieden, als auch in einem erheblichen Umfang Kosten der Krankheit gespart werden.

Auch der Verbraucherschutz wurde nicht ausgespart. Neben der Qualität der Essensversorgung der Schüler wurden auch die neuen Anforderungen an den Verbraucherschutz durch das Internet thematisiert. Hier kommen noch viele Aufgaben auf uns zu.

Die Gesprächsrunde mit der Ministerin verlief problembewusst und konstruktiv. Am späten Freitagabend nahmen sich die Beteiligten vor, künftig möglichst immer auf eine gute Work-Life-Balance zu achten, im privaten wie auch im gesellschaftlichen Bereich.

Dr. Uwe Malich, Bürgermeister