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Transformationsprozesse verstehen, unterstützen und auswerten – Teil des Vorhabens „Klimaschutzdialog“ (KSD)

12.11.2014 Über das Vorhaben KSD
Mit dem Vorhaben „Klimaschutzdialog“ (http://ksd.adelphi.de) ist ein Konsortium, bestehend aus der adelphi consult GmbH, dem Deutschen Institut für Urbanistik (Difu), Institut  EBUS, IFEU für Energie – und Umweltforschung Heidelberg, Klima- Bündnis und Pestel Institut, vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) in einem dreijährigen Vorhaben (2013-2015) damit beauftragt worden, die Weiterentwicklung des kommunalen Klimaschutzes durch Austausch, Vernetzung und Beratung zu unterstützen.
Hintergrund
Ein vertieftes Verständnis von Prozessen, die das Engagement einer Kommune im Klimaschutz auslösen, steht in dieser Studie im Zentrum des Interesses. Dabei geht es um den gesamten Prozess, nicht nur um Verwaltungshandeln,  nachweisliche Bekanntmachungen, eingesetzte Investitionsbeträge oder ähnliche, statistisch erfassbare Aspekte, sondern auch um eine individuelle Motivation, Beziehungen zwischen den Akteuren, und politische und soziale Prozesse, die Mitglieder und Führungskräfte von Kommunen beeinflussen können.
Es gibt verschiedenste Situationen, Wege und Anlässe, die den Willen zum Engagement im Klimaschutz hervorbringen können. Wenn solche Prozesse und Konstellationen – solche „Geschichten“ – besser verstanden werden, so die weitere Annahme, dann können Angebote und Aktivitäten zur Förderung des kommunalen Klimaschutzes weiter optimiert werden.

Was das Konsortium tut
Es erfasst die „Geschichten kommunaler Willensbildung zur Transformation“ aus insgesamt zehn Kommunen. Diese werden systematisch analysiert, verglichen und interpretiert. Auf diese Weise sollen gängige Erfolgsfaktoren, aber auch wiederkehrende Probleme und Hindernisse identifiziert werden. Auf der Grundlage dieser Erkenntnisse werden Instrumente entwickelt, die weiteren Kommunen das Anstoßen eines eigenen Transformationsprozesses hin zu einer erfolgreichen nachhaltigen Entwicklung erleichtern sollen.

Was die Kommunen tun müssen
Es geht zunächst darum, einige ausführliche Interviews durchzuführen, die ein möglichst breites Meinungsbild in der Kommune gut widerspiegeln. Die Interviews können persönlich vor Ort oder telefonisch durchgeführt werden.
Im nächsten Schritt werden die gesammelten Erkenntnisse zusammengefasst und die erste Version der individuellen Geschichte Ihrer Kommune entwickelt. Diese wird dann bei einem Termin vor Ort in der Kommune vorgestellt und gemeinsam verfeinert werden.
Team Klimaschutzdialog

Wildau ist eine dieser zehn Kommunen geworden
Im Sommer 2014 wurden die Interviews geführt. Am 11. November 2014 fand ein workshop unter der Leitung von Marian Bichler von der adelphi consult GmbH statt, bei dem die individuelle Geschichte unserer Stadt Wildau vorgestellt und überarbeitet wurde. Das Ergebnis erfahren Sie in der nächsten Ausgabe der Wildauer Rundschau. Zudem ist ein weiterer workshop im April 2015 vorgesehen, bei dem konkrete Umsetzungsmöglichkeiten für die Stadt Wildau besprochen werden sollen.

Katja Lützelberger, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und Stadtmarketing