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"Tag der offenen Tür" an der TH Wildau

26.05.2014 Am 25. Mai 2014 fand an der TH Wildau ein „Tag der offenen Tür“ statt. Dabei hatte die Stadt Wildau einen Informationsstand, bei dem neben dem Verein HSV Wildau 1950 e.V. auch die Abteilung Schach des Vereins Motor Wildau und die evangelische Friedenskirchengemeinde mit vertreten waren.
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Erstmals wurden dabei die neuen Informationstafeln der Stadt Wildau öffentlich gezeigt. Diese sind in deutscher und englischer Sprache zum Leitbild Wirtschaft, Wissenschaft und Lebensqualität und dem Slogan „Wildau bewegt“ erstellt worden.

Höhepunkt der Veranstaltung am 25. Mai war aus Wildauer Sicht die feierliche Enthüllung der Gedenktafel für Ludwig Witthöft.

Seit Ende 2013 trägt der Platz am Westausgang des S-Bahnhofs Wildau (vor der Mensa/Bibliothek in Halle 10) den Namen "Ludwig-Witthöft-Platz". Damit ehrt die Technische Hochschule Wildau den am 21. August 1862 in Frankfurt/Main geborenen Architekten und Regierungsbaumeister, unter dessen Leitung ab 1897 das Wildauer Lokomotivwerk der Berliner Maschinenbau Actien-Gesellschaft vormals L. Schwartzkopff AG (B.M.A.G.) mit einer Werkssiedlung (heute. Schwartzkopff-Siedlung), einer Schule (heute: Ludwig-Witthöft-Oberschule), einem Bahnhof (heute: S-Bahnhof Wildau) und einer Kirche (heute: Friedenskirche) entstand.

Witthöft war auch erster Betriebsleiter des damals modernsten Lokomotivwerkes Deutschlands. Gemeinsam mit dem BMAG-Direktor Eduard Eich gründete er die Kasse der gegenseitigen Hilfe, die Mitarbeitern in schweren Situationen Zuschüsse und Kredite gewährte. Wegen seiner sozialen Grundhaltung kam es zwischen ihm und dem B.M.A.G.-Direktorium zunehmend zu Meinungsverschiedenheiten, sodass er 1907 das Werk verlassen müsste. In allen danach veröffentlichten Berichten und Chroniken der B.M.A.G. wurden der Name „Witthöft“ nicht mehr erwähnt und seine Leistungen mit keiner Silbe gewürdigt.

Die TH Wildau ehrt den Architekten, Regierungsbaumeister und Betriebsleiter, dessen Arbeit maßgeblich den Grundstein für das heutige Wildau legte, mit einer Gedenktafel. Die Idee dieser Ehrung entstand im Zusammenhang mit der Namensgebung des Hochschulrings, da durch diese ein Teil der Ludwig-Witthöft-Straße wegfiel.

Katja Lützelberger, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und Stadtmarketing und Bernd Schlütter, TH Wildau (FH)