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Studierende der TH Wildau erkunden die Stadt

29.10.2013 Am 28. Oktober 2013 führte die Wildauer Ortschronistin Frau Hornung zwölf ausländische Studenten der TH Wildau in Begleitung von drei Dozentinnen durch die Stadt und gab dabei interessante Einblicke in die Geschichte von Wildau und deren Gebäude.
Studierende der TH erkundigen die Stadt mit der Ortschronistin Frau Hornung.jpg
Die TH-Studenten, die bereits über gute Deutschkenntnisse verfügen, stammen aus Nepal, Russland, Kasachstan, dem Oman und lernen in Wildau für ein Jahr Deutsch. Nachdem sie die sprachliche Zulassungsprüfung bestanden haben, beginnt das technologische Studium an der Hochschule in Wildau.

Die Stadtbesichtigung startete vor der modernen Hochschulbibliothek und führte zur berühmten Lokomotive auf der Drehscheibe auf dem TH-Gelände. Frau Hornung berichtete, dass sich die Berliner Maschinenbau AG (vormals der Lokomotivenhersteller Schwartzkopff) 1897 in Wildau niederließ und den Baumeister Ludwig Witthöft beauftragte, die Werkshallen und Arbeiterwohnsiedlung im Stil der märkischen Backsteingotik zu errichten. Witthöft stattete die Arbeiterwohnungen nach damaligen Verhältnissen modern und komfortabel aus. Die Studentinnen waren besonders amüsiert darüber, dass es für die Berliner Arbeiter ein besonderer Anreiz war, nach Wildau zu kommen, da die Wohnungen in der Schwartzkopff-Siedlung über eine Innentoilette verfügen.

Entlang der Karl-Marx-Straße ging es weiter zum Volkshaus. Dort erfuhren die Studenten interessante Anekdoten über die illustren Veranstaltungen und die verschiedenen Auftritte berühmter Künstler aus Film und Fernsehen, die zu Gast in Wildau waren. Die bekannte Dompteurin der DDR, Ursula Böttcher, hatte hier beispielsweise einen spektakulären Aufritt mit zwei Braunbären.

Weitere Besichtigungshöhepunkte waren das Sowjetische Ehrenmal mit der Grabstätte russischer Soldaten, das ehemalige Rathaus in der Friedrich-Engels-Straße, die Gebäude der Raum- und Luftfahrt und die neue Feuerwehr. Besondere Bewunderung erfuhr das Wandbild am Umspannwerk, das von drei jungen Graffiti-Sprayern im Auftrag von der E.DIS AG gestaltet wurde.

Während der zweistündigen Führung beantwortete Frau Hornung charmant und kompetent die Fragen der interessierten Studenten. Stadtpläne und Postkarten wurden von ihr ebenfalls verteilt, damit sich die Studenten in ihrer neuen Heimat besser orientieren und ihre Grüße in die Welt senden können. Selbstverständlich kannten die Studenten bereits das A10 Center und waren begeistert von der Shoppingvielfalt.

Es wird angeregt, die Führungen jedes Jahr anzubieten, damit Studierende aus nah und fern Wildau besser kennenlernen.

Lina Gebhardt