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Sportpolitischer Stammtisch

17.05.2013 Am Mittwoch, den 15.5.2013 trafen sich im Wildauer Wildorado der Bürgermeister und weitere Mitarbeiter der Stadtverwaltung mit Vertretern der meisten Wildauer Sportvereine, um über den Stand, die Erfolge und die Probleme der Wildauer Sportvereine zu berichten.
Die anwesenden Sportvereine stellten ihre jeweilige Situation vor und die Teilnehmer diskutierten dazu.

Ein besonders schönes sportliches Ergebnis konnte der Handballsportverein HSV Wildau 1950 e.V. vermelden, nämlich den Aufstieg der ersten Männermannschaft in die Brandenburgliga, die höchste Handball-Spielklasse im Land Brandenburg. Mehrere Vereine, so unter anderem die Prellballer, die Schwimmer, die Fußballer, die Handballer sowie die Angler konnten über steigende Mitgliederzahlen berichten. Einen besonderen Raum in der Diskussion nahmen die Probleme der beiden Anglervereine und das Kapazitätsproblem der Phönix-Fußballer ein. Die beiden Wildauer Anglervereine erläuterten ihre Fusionsbestrebungen. Die Fusion wird von der Stadt Wildau und von der Wildauer Wohnungsbaugesellschaft gewünscht, um das Grundstück der sog. Betriebsgruppe der Angler neben dem Klubhaus für die Klubhausumfeldgestaltung freizuziehen. Die Fusion der beiden Anglervereine ist aber nur machbar, wenn der zukünftig fusionierte Verein auf dem Grundstück der sog. Ortsgruppe der Angler sowohl die notwendigen baulichen Voraussetzungen als auch die notwendigen rechtlichen Voraussetzungen erfüllt bekommt. Der neue Anglerverein benötigt langfristige rechtliche Sicherheit, vorzugsweise durch einen Erbbaurechtsvertrag. Außerdem sind wichtige nachhaltige Ergänzungsbauten notwendig, insbesondere erweiterte Unterstellmöglichkeiten für die Angelboote der hinzukommenden Sportfreunde der Betriebsgruppe und eine ausreichende und nachhaltige Ertüchtigung des Vereinsgebäudes. Hierzu ist es notwendig, dass die Stadtverordnetenversammlung die entsprechenden Beschlüsse fasst, um damit die Fusion möglich zu machen. Alle anwesenden Sportvereine unterstützten die Fusionsbestrebungen der Angler und die Anforderungen zur Erweiterung und Ertüchtigung des Vereinsgeländes der Ortsgruppe. Irgendwelche „Anflüge“ von Neid oder Missgunst gegenüber den Anglern waren in keiner Weise zu erkennen. Gleichfalls von großem Verständnis und von Solidarität der Sportvereine getragen war die von Phönix Wildau schon seit Jahren vorgebrachte Bedarfsanmeldung in Bezug auf einen Kunstrasenplatz. Ein solcher Kunstrasenplatz wäre für die Stabilität und Qualität des Trainings- und Wettkampfbetriebes der Phönix-Fußballer ein entscheidender Schritt nach vorn, auch im Interesse der Verwirklichung der sportlichen Zielsätze des Vereins. Ein Kunstrasenplatz ist im Jahresverlauf viel intensiver und länger nutzbar als ein Naturrasenplatz. Ein Kunstrasenplatz würde auch die Wildauer Sporthallenkapazitäten entlasten und damit indirekt auch die anderen wichtigen Wildauer Ballsportvereine Handball und Volleyball begünstigen. Alle anwesenden Vereine sprachen sich übereinstimmend für die Realisierung dieses Projektes durch die Stadt Wildau aus. Dabei war allen Vereinen klar, dass es hier um eine erhebliche Investition geht. Erste Kostenschätzungen liegen bei 0,5 Mio. EUR. Die Vereine betonten die besondere Bedeutung des Sportangebotes in Wildau für die Lebensqualität in der Stadt. Hier hat Wildau schon seit vielen Jahren eine besondere Stellung (im Jahr 2006 wurde Wildau als sportlichste Gemeinde des Landes Brandenburg gekürt). Die Vereine verwiesen auf die umfangreiche ehrenamtliche Tätigkeit, die von ihren Mitgliedern, aber auch von vielen Eltern der von ihnen betreuten Kinder und Jugendlichen geleistet wird. Hier bestehen enge Wechselbeziehungen. Die sportliche Infrastruktur ist entscheidend für die breite Motivation der Sportfreunde. Das trifft für alle Sportvereine zu. Gemeinsam waren sich die Sportvereine und die Stadtverwaltung darüber einig, dass die Entwicklung auch der Sportkapazitäten natürlich nicht in großen Sprüngen, sondern zielgerichtet nur Schritt für Schritt erfolgen kann. Einigkeit wurde erzielt, dass alle Vereine, insbesondere der Phönix-Fußballer, das Gespräch mit den Kommunalpolitikern suchen werden, um über ihre Situation und Problemlagen zu informieren und Verständnis zu wecken. Die Sportvereine und die Stadtverwaltung Wildau gehen optimistisch an die Bewältigung der anstehenden Aufgaben heran.

Dr. sc. Uwe Malich, Bürgermeister der Stadt Wildau