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Sanierung des Sportkomplexes „Wildorado“

26.01.2015 Feierliche Eröffnung des sanierten Sozial- und Umkleidebereichs am 23. Januar 2015
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Ausgehend von der i.J. 2012 bestätigten Sanierungskonzeption für den Sportkomplex „Wildorado“ wurde seit Juli 2014 ein weiterer Teilabschnitt umgesetzt und umfasste die komplette Erneuerung der Badewassertechnik sowie die notwendige Sanierung des Sozial- und Umkleidebereichs der Schwimmhalle.

Die Erneuerung der Badewassertechnik wurde erforderlich, um die Vorgaben der für den öffentlichen Bade-betrieb verbindlichen DIN-Norm 19643 einzuhalten. Diese besagt u.a., dass die Mess- und Regelanlage über eine kontinuierliche Registrierung der Hygiene-Hilfeparameter verfügen muss. Auch muss der Spülwasservorrat ständig in einem bakteriologisch einwandfreien Zustand gehalten werden, was nur über eine Chlordosierung möglich ist. Zudem hatten die Umwälzpumpen mit 20 Jahren Laufzeit ihre Grenznutzungsdauer schon deutlich überschritten. Bei der Erneuerung des Beckenumganges im Jahr 2012 erfolgte bereits ein Austausch der Rohrleitungen in diesem wichtigen Bauteil. Die Sanierung des Sozial- und Umkleidebereichs wurde notwendig, da die starken Abnutzungen der Oberflächen und die erheblichen Schäden der Fußboden- und Wandkonstruktionen die Funktionalität bereits einschränkten: die Fußbodenheizung war außer Funktion gesetzt, es fehlte eine Bodenentwässerung in den Umkleideräumen, Türen waren aufgequollen und boten Keimen idealen Nährboden. Duschauslässe waren stark verkalkt, Fugen wiesen Ausblühungen auf, Fliesen hatten Risse sowie Versätze bzw. Hohllagen und die Bauwerksabdichtungen waren stark geschädigt bzw. fehlten gänzlich, so dass Metallbauteile Korrosionsschäden aufwiesen und konstruktive Bauteile z.T. sehr stark durchfeuchtet waren. Auch die Lüftungseinbauten waren korrodiert und die Holzunterhangdecken durch den permanenten Feuchtigkeitsangriff stark verschlissen.

Zum Schutz der Bausubstanz, zur Einhaltung der hygienischen Anforderungen sowie zur Gewährleistung der Verkehrssicherungspflicht war die Sanierung zwingend erforderlich. Die geplante dreimonatige Schließeit wurde optimal ausgenutzt und auch eingehalten, so dass das Becken Ende September wieder eröffnet werden konnte.

Die ursprünglich auch noch für das Jahr 2014 angedachte Eröffnung des Sozialbereiches konnte aufgrund der zusätzlich vorgefundenen bautechnischen Unzulänglichkeiten des geschädigten Bestands nicht bereits Ende November erfolgen. Die deshalb erforderlichen brandschutztechnischen und konstruktiven Erfordernis-se machten eine ca. sechswöchige Bauzeitverlängerung notwendig.

Die Baukosten für die erste Teilsanierung im Jahr 2014 einschließlich der Planungskosten für die Erlangung der Baugenehmigung für die Sanierung des Gesamtobjekts waren mit ca. 1,2 Mio. Euro kalkuliert und sind trotz des größeren Schadenumfangs nicht überschritten worden.

Insgesamt wurden 14 Bauleistungsvergaben öffentlich ausgeschrieben und dann beauftragt. Allen beteilig-ten Baufirmen gilt großer Dank, da diese nicht einfachen Bau- und Installationsleistungen unter erheblichem Zeitdruck, aber zu voller Zufriedenheit und in hoher Qualität ausgeführt wurden. Wegen ihres besonderen Anteils am Gelingen sollen hier beispielhaft genannt werden:

  • Rohbaufirma Becker & Armbrust aus Frankfurt/Oder,
  • Heizungs/Sanitärfirma Schultke aus Tauche bei Beeskow
  • Firma Flemming Fliesen aus Oelsnitz,

und nicht zuletzt natürlich das Planungs- und Bauleitungsbüro “Bauconzept“ aus Lichtenstein/Sachsen, das die Hauptverantwortung für die Koordination und schließlich für das gute Ergebnis des Bauvorhabens trägt.

„Die Schwimmhalle des Wildorado‘s lädt alle Besucher nun wieder mit neuer Badewassertechnik und neuem Umkleide- und Sanitärbereich ein. Willkommen und „Sport frei“, wünscht Wildaus Bürgermeister Dr. Uwe Malich.

Thomas Kralisch, Bauverwaltung/Facility Management und
Katja Lützelberger, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und Stadtmarketing