wildau.de »Startseite »Aktuelles »Meldungsübersicht »Orientalische Atmosphäre in Wildau (13.03.2014)

Orientalische Atmosphäre in Wildau

14.03.2014 Vernissage „Ägyptische Sinfonie“  im Volkshaus eröffnet

Am 13. März fand die erste Vernissage zum künstlerischen Jahresauftakt unter dem Motto „Ägyptische Sinfonie“ im Wildauer Volkshaus statt.
Vernissage_13_03_14_1.jpg
Künstler aus Wildau und Umgebung ließen sich von der orientalischen Welt und Mystik des Alten Ägypten inspirieren und fertigten Ölbilder, Fotografien und Keramikarbeiten an. Bürgermeister Dr. Uwe Malich und Katja Lützelberger, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und Stadtmarketing, eröffneten feierlich die ägyptische Ausstellung, die großen Anklang bei den zahlreichen Besuchern fand. Auch einige Gäste aus der Schweiz reisten extra zur Ausstellung an. Neben Wasserpfeife und ägyptischen Tee konnten die Besucher den spektakulären Bauchtanzauftritt von Kathrin Bischoff, die seit über zehn Jahren orientalischen Tanzunterricht gibt, genießen. Die Berlinerin Gabriele Lindner besuchte erstmals eine Vernissage im Volkshaus und gab zugleich lobende Worte an die Stadt weiter: „Das war ein Highlight. Mir hat besonders die Tanzdarbietung gefallen. Ein wirklich gelungener Abend.“

Der Airbrush-Künstler Wolfgang Reineck zeigte in seinen Arbeiten die märchenhafte Geschichte von Isis und Osiris und machte die Geschichte des Alten Ägyptens erlebbar. In über 40 Bildern mit entsprechenden Erläuterungen näherte sich Herr Reineck seinem Thema. Die mystischen Symbole verarbeitete der Künstler in seinen Bildern. Es gelang ihm, zerschlagene Skulpturen wieder in alter Frische erscheinen zu lassen, als ob die 3000 Jahre ihnen nichts anhaben konnten.

Im Eingangsbereich erwarteten den Besucher Arbeiten die gegenwärtige Probleme zur Thematik gemacht hatten. Unter der Leitung von Frau Kerstin Wüstenhöfer-Loges beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler des Kunst-Leistungskurses der Paul-Dessau-Gesamtschule mit dem Thema „Beunruhigung“. Dabei wurde dem Betrachter sehr eindringlich das Ungleichgewicht unserer Erde vor Augen geführt. Die Schülerinnen und Schüler der 13. Klasse setzten sich mit den Themen Umweltverschmutzung, Armut in der Welt und Machtkämpfen der Staaten auseinander.

Im Flur der Haupt- und Finanzverwaltung befanden sich beeindruckende Acrylkunstwerke der polnischen Künstlerin Lidia Pluciennik, die die Rolle der Frauen in den Mittelpunkt stellte. Neben ägyptischen Königinnen und modernen Frauen zeigte Frau Pluciennik Stillleben mit blauen Lotusblumen. Bei der Künstlerin, die derzeit in Berlin lebt und arbeitet, war die Detailliebe unverkennbar.

Der Künstler Steffen Kreische widmete sich in seiner Ausstellung der Fotografie und zeigte das Alltagsleben des heutigen Ägyptens. Impressionen einer Nilkreuzfahrt, die Besichtigungen der Pyramiden nahe Kairo und die Tempelanlagen von Abu Simbel, Edfu und Kom Ombo gaben dem Betrachter Einblicke in die Kultur Ägyptens.

Die wunderbare afrikanische Savanne war bei der Künstlerin Sabine Sommer zu bestaunen. Die abwechslungsreiche Landschaft ist Heimat für eine Vielzahl von Tieren, wie Elefanten, Leoparden und Giraffen. Dabei galt die Giraffe im Alten Ägypten als Orakelwesen. Nach dem ägyptischen Glauben warnten die Giraffen Mensch und Tier vor gefährlichen Raubtieren.

Die Künstlerin Martina Reichmuth hatte sich für ihre Aquarellwerke „Berge, Wüste, Meer und fruchtbares Ackerland – Extreme unter der Sonne Afrikas“  auch die afrikanischen Landschaften als Thema ausgesucht.

Für ihre Ausstellung „ Mit Ra in die Ewigkeit“ stellte die Künstlerin Regina Kucharzyk ägyptisch anmutende Plastiken aus Keramik vor. Vasen, Dosen, Amphoren, Reliefs und Kanopen befanden sich darunter. Im Übrigen enthielten die Kanopen im Alten Ägypten die Organe des mumifizierten Leichnams und wurden dem Grab beigegeben.

Die Ausstellungen waren bis zum 23. Mai im Volkshaus zu bestaunen.

Lina Gebhardt, Bundesdienstleistende