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Mittelbereich Schönefeld - Wildau

07.11.2013 Am Mittwoch, den 06.11.2013, trafen sich die Bürgermeisterin und die Bürgermeister der Kommunen des Mittelbereiches Schönefeld-Wildau zu ihrer ersten gemeinsamen Beratung im Rathaus der Stadt Wildau.
Zu dem Mittelbereich gehören neben den Kommunen des Mittelzentrums in Funktionsteilung, also der Gemeinde Schönefeld und der Stadt Wildau, auch die Gemeinden Zeuthen, Schulzendorf und Eichwalde. Der Mittelbereich Schönefeld-Wildau stellt aus landesplanerischer Sicht eine besondere Verbindung dar. Schönefeld und Wildau haben sog. Versorgungsaufgaben für die zu ihrem Einzugsbereich gehörenden weiteren Gemeinden. Die sind aber in unserer Region selbst versorgungsstark und in Versorgungsangelegenheiten weitgehend autonom. Zum Teil nehmen auch diese Gemeinden, historisch gewachsen, mittelzentrale Funktionen wahr, zum Beispiel mit dem Gymnasium in Eichwalde und der Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe in Zeuthen.

Trotzdem haben die fünf Gemeinden große Abstimmungsbedarfe und Potenziale für eine sinnvolle Zusammenarbeit. Zunächst verständigten sich die Bürgermeister über die sehr dynamische und attraktive Entwicklung unserer Region (dies auch unter Einbeziehung von Königs Wusterhausen), die auch im bundesweiten Vergleich etwas Besonderes ist. Indikatoren dafür sind der weitere Anstieg der Bevölkerung in der Region, trotz der demographischen Krise, der anhaltend starke Anstieg der Beschäftigtenzahlen und der starke aktive Pendlersaldo der Region. Auch viele Berliner kommen in unsere Region zur Arbeit. Im Zusammenhang mit der dynamischen Wirtschaftsentwicklung unserer Region stehen eine Reihe infrastruktureller Entwicklungsprobleme, unter anderem die seit Jahren schon diskutierte Notwendigkeit einer weiteren Eisenbahnquerung im Bereich Zeuthen oder Eichwalde. Gegenwärtig zeichnet sich die Möglichkeit ab, in Eichwalde eine entsprechende Querung, entweder Brücke oder Tunnel, zu bauen. Hier besteht aber noch ein erheblicher Abstimmungsbedarf bei den verschiedenen Beteiligten, unter anderem Landkreis, Deutsche Bahn, Bundesrepublik und den hiesigen Gemeinden, insbesondere Eichwalde, Zeuthen und Schulzendorf. Hier stehen umfangreiche Investitionen an, nicht nur in Bezug auf das Projekt der Querung, sondern auch erhebliche begleitende Investitionen in den Gemeinden, insbesondere Eichwalde, Zeuthen und Schulzendorf. Die Stadt Wildau konnte ihre diesbezüglichen Erfahrungen vermitteln. Es wäre sinnvoll, wenn sich die Gemeinde Eichwalde an die Spitze der notwendigen Kommunikationsprozesse setzten würde, um die komplizierte Anlaufphase zu beschleunigen. Weitere Beratungsthemen waren eine mögliche Autobahnauf- und abfahrt in der Gemeinde Schönefeld, OT Kiekebusch, die besonders auch für Zeuthen und Schulzendorf positiv wäre. Außerdem wurde über die Verlängerung des Radweges von Waltersdorf über Zeuthen und Wildau nach Königs Wusterhausen gesprochen. Hier muss das zuständige Ministerium (MIL) motiviert werden. Positive Signale hat es schon gegeben.

Ein weiterer Diskussionsschwerpunkt waren die Möglichkeiten zur Verstärkung der Zusammenarbeit der Feuerwehren der Gemeinden. Hier gibt es ökonomische Notwendigkeiten auf der einen Seite, aber auch rechtliche Zwänge, die die Zusammenarbeit nicht eben erleichtern. Im Weiteren tauschten sich die Bürgermeister über ihre Probleme zur Entwicklung der Kitakapazitäten in ihrem Bereich aus. Hier stehen alle Gemeinden vor einer ähnlichen Situation. Auf der einen Seite leicht sinkende Geburtenzahlen, auf der anderen Seite aber Zuzüge von Familien mit Kindern. Die Bedarfsentwicklung ist schwer abzuwägen. Doch die notwendigen Kitakapazitäten müssen in den Orten vorgehalten werden. Das ist für die Entwicklung der Kinder wie für die Berufstätigkeit der Eltern von großer Bedeutung. Ein Engpass sind hier auch die notwendigen qualifizierten Erzieherinnen (und Erzieher).

Den Bürgermeistern war klar, unsere Entwicklung auf inzwischen relativ hohem Niveau bleibt außerordentlich spannend. Die Gemeinden werden sich regelmäßig abstimmen und da wo es sinnvoll möglich ist, konstruktiv zusammenarbeiten.

Dr. Uwe Malich, Bürgermeister und Sprecher des Mittelzentrums Schönefeld-Wildau in 2013