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Löschwasserbrunnen im Kreisverkehr ‘Gewerbepark‘

21.08.2015 Mit der Entwicklung des Gewerbeparks ‘Wildau–Hoherlehme‘ muss für die Gewerbebetriebe die Bereitstellung von ausreichend Löschwasser sichergestellt sein. Da alleine das öffentliche Trinkwassernetz nicht über die erforderliche Leistung verfügt, wurde damals an zentraler Stelle ein Löschwasserteich im Kreisverkehr der Straße ‘Gewerbepark‘ angelegt.
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Fotos: Manfred Tadra


Pflanzenwuchs und Verlandung schränken die Funktionsfähigkeit eines Löschwasserteichs allmählich ein, denn Algenbildung oder Schlingpflanzen dürfen bei einem eventuellen Einsatz der Feuerwehr das Ansaugen von Löschwasser nicht behindern. Dies erfordert eine laufende Überwachung und Instandhaltung solcher Anlagen. Dazu kommt, dass der Wasserentnahmebereich - trotz der vier Ansaugzapfstellen - nicht mehr den inzwischen geltenden Anforderungen an Aufstellflächen für die Löschfahrzeuge genügte.

Nachdem im Jahr 2012 aufwendige Reinigungsarbeiten am Löschwasserteich durchgeführt wurden, stellte sich schließlich heraus, dass die Füllmenge im Löschwasserteich stetig absackte, so dass über den vorhandenen Brunnen permanent nachgepumpt werden musste. Dieser Brunnen war inzwischen nach ca. 20 Betriebsjahren altersbedingt weitgehend versintert, so dass er absehbar nicht mehr in der Lage war, die erforderliche Leistung zu erbringen, um genügend Löschwasser für den Ernstfall bereit zu halten und damit die Funktion der Löschwasserversorgung am Standort zu garantieren. Ein Versuch, den Brunnen durch Schockspülen zu reaktivieren, scheiterte.

Nach Sicherheitsanforderungen ist die stetige Bereitstellung von 96 m³ Löschwasser pro Stunde gefordert. Über eine Kosten-Nutzenanalyse wurden alternative Möglichkeiten zur Erfüllung dieser Aufgabe geprüft, wobei sich die Variante in Form der Niederbringung von zwei neuen Löschwasserbrunnen à jeweils 48 m³ Leistung pro Stunde als die sicherste und auch wirtschaftlichste Lösung erwies.

In Abstimmung mit der Freiwilligen Feuerwehr Wildau und der Brandschutzabteilung der Unteren Bauaufsichtsbehörde des Landkreises Dahme-Spreewald wurde im Jahr 2014 damit begonnen, den ersten Löschwasserbrunnen niederzubringen und auch in Betrieb zu nehmen.

Für den Übergangszeitraum wurde der Löschwasserteich weiterhin durch stetes Reinigen und Anfüllen betriebsbereit gehalten.

2015 wurde der zweite Löschwasserbrunnen niedergebracht, so dass jetzt die geforderten Löschwassermengen von 96 m³ im Dauerbetrieb sichergestellt werden können.

Die wasserführende Mittelsandschicht von durchgängig über 10 Meter Mächtigkeit garantiert in ca. 25 - 30 m Tiefe eine gleichbleibend ausreichende Wassermenge: Die Absenkung im 3-stündigen Pumpversuch mit beiden Brunnen lässt den Grundwassertrichter schon nach 10 Minuten nicht mehr weiter sinken.

Am 20. August 2015 wurden die Brunnen nun beide offiziell im Beisein des Bürgermeisters und einiger Stadtverordneter von der Freiwilligen Feuerwehr Wildau eingeweiht. Ein Dankeschön dafür an die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Wildau. Ein Dank gilt auch der bauausführenden Firma Brunnenbau Wilde aus Zernsdorf.

In den nächsten zwei Jahren sollen, wenn es die Haushaltsplanung der Stadt Wildau erlaubt, noch zwei weitere Löschwasserbrunnen gebaut werden. Dabei soll zunächst ein Brunnen in der Nähe der Feuerwache in der Ludwig-Witthöft-Straße im Jahr 2016 und ein Brunnen im Bereich der Dorfaue 2017 errichtet werden.

Frank Mischnick, Wilfried Kolb und Katja Lützelberger, Stadt Wildau