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“Leitbild konkret“ für Wildau – Prozess der Leitbildwerkstatt

07.02.2012 Was sind die besonderen Qualitäten und Potenziale von Wildau? Wo wollen wir hin? Wie wird sich die Gemeinde in Zukunft als Wohn- und Arbeitsstandort weiter qualifizieren und in der Region positionieren? Dies sind nur ein paar der Fragen, die sich den über 40 Teilneh-mern der ersten Werkstatt zur Fortentwicklung des Leitbildes für Wildau am 7.12.2012 im Volkshaus gestellt haben.
Unter dem Arbeitstitel „Leitbild konkret“ wurde mit der ersten offenen Werkstattveranstaltung der Prozess zur Leitbildentwicklung für die zukünftige Entwicklung und Gestaltung Wildaus gestartet. Interessierte Bürger, Vertreter von Institutionen, Verbänden und Vereinen, die Wirtschaft und Wissenschaft in Wildau sowie die kommunale Politik und Verwaltung diskutierten gemeinsam Fragen zur zukünftigen Entwicklung und tauschten ihre Vorstellungen aus. Ziel ist es, gemeinsam das Leitbild so weiter zu entwickeln, dass es eine Richtschnur für die zukünftigen Entscheidungen zur Entwicklung bildet, Ziele und Maßnahmen zur Ortsentwicklung und Planung benennt und Schlüsselprojekte darstellt. Die Werkstatt markierte den Auftakt eines Prozesses, der mit der Verabschiedung der Konkretisierung des Leitbildes für Wildau im März 2012 abgeschlossen werden wird. Die Ergebnisse der Leitbilddiskussion werden als Grundlage in die derzeit in Bearbeitung befindlichen Planungen wie der Flächennutzungsplanung und das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (INSEK) eingehen.

Auf der ersten Werkstatt standen die Analyse der Situation heute, die Herausforderungen und Probleme sowie die Entwicklung erster Ideen im Vordergrund. Nach der Begrüßung durch den Bürgermeister wurde eine kurze Einführung in das Ziel und die Organisation der Veranstaltung durch das Büro insar gegeben. In einem Impulsreferat „Wildau – Herausforderungen und Fragen zur Ortsentwicklung“ wurden fünf thematische Bereiche vorgeschlagen, die von unterschiedlichen Arbeitsgruppen intensiv diskutiert wurden. Die Diskussion in den Gruppen zu Themen wie „zu Hause in Wildau“, „Wildau wächst“ oder „Wildaus Qualitäten“ wurde von Stadtplanern und Experten begleitet und ausgewertet.

Die Ergebnisse der ersten Werkstatt zeigten bereits deutliche Schwerpunkte für die zukünftigen Aufgaben. Ein Wachstum mit Qualität, das die Entwicklung der vorhandenen Bereiche der Gemeinde in den Vordergrund stellt, wurde von allen Gruppen betont. Ebenso wurde deutlich gemacht, dass die Lage an der Dahme ein Standortvorteil ist, welcher für die Entwicklung des Ortes stärker und offensiv genutzt werden muss. Neue, ergänzende Wohnformen für verschiedene Wohnbedürfnisse wurden ebenso vorgeschlagen wie die Verbesserung der Qualität der Aufenthalts- und Freiräume. Als kritisch wird das Nebeneinander der unterschiedlichen Bereiche und die ungenügenden Verbindungen untereinander angesehen, das Fehlen eines Mittelpunkts und die Umfeldattraktivität - insbesondere bezogen auf den Anspruch, ein Zentrum für Wirtschaft und Wissenschaft zu sein.

In einem nächsten Schritt wurden diese Ergebnisse durch das begleitende Büro insar ausge-wertet und zu einem Leitbildentwurf zusammengefasst. Der Entwurf für das konkretisierte Leitbild umfasst thematische Leitlinien zur zukünftigen Entwicklung, definiert Schwerpunkträume und stellt Perspektiven für die städtebauliche Entwicklung dar. Dieser Entwurf wird auf einer zweiten Werkstatt am 2. März 2012 erneut gemeinsam mit allen Beteiligten diskutiert. Vor allem sollten auf der zweiten Werkstatt Prioritäten und damit verbundene konkrete Maßnahmenvorschläge verabschiedet werden. Das Ergebnis – das “Leitbild konkret“ für Wildau – wird daran anschließend veröffentlicht.

Frank Schwartze, insar consult - Schwartze, Wessling und Partner - Gesellschaft für Stadtplanung, Architektur und Regionalberatung