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Landrat & Wirtschaftsförderung auf Unternehmensbesuch bei den Wildauer Schmiedewerken & der Gröditzer Kurbelwelle in Wildau

06.12.2012 Im Rahmen ihrer regelmäßigen gemeinsamen Unternehmensbesuche im Landkreis Dahme-Spreewald besuchten Landrat Stephan Loge und Wirtschaftsförderer Gerhard Janßen am 28. November 2012 die Schwesterfirmen Wildauer Schmiedewerke & Gröditzer Kurbelwelle in Wildau. Auch Dr. Uwe Malich, Bürgermeister der Gemeinde Wildau, war dabei. Begrüßt wurden sie von der Geschäfts- und Werksleitung sowie den Betriebsräten der beiden Unternehmen.
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Mark Martin (Kfm. Geschäftsführer Wildauer Schmiedewerke GmbH & Co. KG), Dr. Alexis Bömcke (Tech. Geschäftsführer Wildauer Schmiedewerke GmbH & Co. KG), Landrat Stephan Loge, Wirtschaftsförderer Gerhard Janßen, Jona Bretschneider (Betriebsrat Wildauer Schmiedewerke GmbH & Co. KG) und Bürgermeister Dr. Uwe Malich

Bei den Rundgängen informierten sich die Besucher über die aktuelle Situation der traditionsreichen Wildauer Firmen, die beide der Unternehmensgruppe Georgsmarienhütte angehören und in der Schmiedetechnik unterwegs sind.

Die wirtschaftliche Lage der Wildauer Schmiedewerke entwickelt sich nach Aussagen von Geschäftsführer Mark Martin wieder positiv. „Nach dem Umsatzeinbruch von 53,7 Millionen Euro in 2008 auf 23,7 Millionen in 2010 erwarten wir für das aktuelle Geschäftsjahr etwa 34 Millionen Euro“, so Mark Martin. Auch für das kommende Jahr rechnet er mit einer guten Auftragslage. „Wir haben die zurückliegende Zeit genutzt und unsere Produktschwerpunkte erweitert. Neben Kurbelwellen stellen wir beispielweise Elevatoren für Ölindustrie und Kettenglieder für Baumaschinen her“, erklärt Mark Martin.

Auch die Gröditzer Kurbelwelle will ihre Produktionslinien weiter ausbauen. Als Reaktion auf den Umsatzeinbruch in 2009 werden seit 2010 neben Großkurbelwellen für Schiffbau und Kraftstationen bereits Pumpen- und Verdichterwellen gefertigt. „Es ist wichtig, die Abhängigkeit vom schwierigen Schiffsmarkt weiter zu kompensieren“, so Werksleiter Steffen Drechsler. Für 2013 sieht er aber weiterhin marktseitige Unsicherheiten.

Landrat Stephan Loge und Wirtschaftsförderer Gerhard Janßen nutzen die Gelegenheit, um sich über die Fachkräftesituation in den Unternehmen zu informieren. Beide Betriebe haben derzeit Kurzarbeit. Nach Einschätzung von Mark Martin werden die 134 Mitarbeiter in den Schmiedewerken ab Februar 2013 aber wieder voll arbeiten. Steffen Drechsler geht dagegen davon aus, dass die derzeit 91 Beschäftigten in der Gröditzer Kurbelwelle auch nächstes Jahr nochmals auf Kurzarbeit angewiesen sein werden. Für beide Unternehmen ist es enorm wichtig, das Stammpersonal in der Krisenzeit zu halten. „Neue Mitarbeiter für die Produktion zu finden, ist außerordentlich schwierig“, so Steffen Drechsler. Dem demografischen Wandel setzen beide Unternehmen mit einem gut organisierten Gesundheitsmanagement und einer hohen Ausbildungsquote entgegen. Die Bewerberzahlen sind aber auch bei ihnen zurück gegangen. “Die Perspektiven für Auszubildende sind in unseren Unternehmen außerordentlich gut. Rund 98 Prozent werden nach Ausbildungsende übernommen. Doch Drei-Schicht-System, Hitze, Staub und Lärm – in diesem Umfeld möchte nicht jeder arbeiten“, so Personalleiterin Irmgard Herzberg. Um Jugendliche für den Beruf des Verfahrensmechanikers, Zerspanungsmechanikers oder Instandhaltungsmechanikers in der Stahl- und Hüttenindustrie zu gewinnen, sollen innovative Kommunikationswege wie Azubitreffen und Ausbildungsbörsen stärker genutzt werden. „Auch die Firmenpräsenz in sozialen Netzwerken wird derzeit heiß diskutiert“, so Mark Martin.

Katharina Kassadjikov
Regionale Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dahme-Spreewald mbH

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