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Klangfeuerwerk zum Festivalabschluss in Wildau

07.10.2015 Gemeinhin sind Bibliotheken nicht bekannt dafür, Spielort für Klassikkonzerte auf höchstem Niveau zu sein. Ganz anders in Wildau beim Abschlusskonzert der Schlosskonzerte Königs Wusterhausen.
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Hinter der denkmalgeschützten und restaurierten Klinkerfassade der Montagehalle für Lokomotiven aus dem Jahre 1921 entstand mit enormem Aufwand eine hochmoderne Bibliothek. Die offen gestaltete Architektur beeindruckt durch die gewählten Materialien und zugleich durch die Formgebung. So harmonieren Elemente aus roséfarbenem Beton und warmem Holz perfekt mit den schwarzen Asphaltplatten des Bodens. Über modernen Architekturformen und der halbrunden Zugangstreppe, ein klassisches Gestaltungselement, erhebt sich die großartige Glasdachkonstruktion, durch die alle drei Ebenen mit Tageslicht durchflutet werden. Für ein Konzert ist das Gebäude zudem wegen seiner Akustik hervorragend geeignet.

Am 10. Oktober kommt mit „Bassiona Amorosa“ ein Kontrabassensemble von Weltrang auf den Campus der Hochschule Wildau.

In der „Belle Etage“ der Bibliothek werden diese „jungen Wilden“ mit entfesselter Virtuosität und Spielwitz - ja mit einer gewissen Akrobatik am Instrument - das Publikum begeistern, wie es ihnen immer wieder auf so vielen Bühnen dieser Welt gelingt, wo ihre umjubelten Konzerte größten Zuspruch finden. Viele nationale wie internationale Preise, darunter der „Echo Klassik“, sind Ausdruck neuer Wertschätzung für den ungezwungenen frischen Umgang mit diesem Instrument. Der Name des Ensembles ist von „Passione amorosa“ abgeleitet, einem Stück von Giovanni Bottesini, seines Zeichens selbst führender Kontrabass-Virtuose des 19. Jahrhunderts. Alle Mitglieder von „Bassiona Amorosa“ sind Ausnahmekünstler und in den renommiertesten Orchestern in ganz Europa vertreten.
Auf das außergewöhnliche Können im Zusammenspiel, das reizvoll variabel einen weiten Bogen von der Renaissancemusik bis zur Moderne spannt, dürfen sich die Zuhörer freuen.
Auf dem Programm stehen unter anderem der mitreißende Säbeltanz von Aram Chatschaturian und die schmissige zweite ungarische Rhapsodie von Franz Liszt.

Bei zwei Stücken wirkt als Solistin die bekannte, in Eichwalde lebende Pianistin Gerlint Böttcher mit, die bereits am 11. Juli mit dem Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim in der Kreuzkirche das Eröffnungskonzert der Schlosskonzerte Königs Wusterhausen furios und unvergesslich gestaltete, so dass das Publikum ins Schwärmen geriet. Sie spielt nicht nur sehr erfolgreich auf internationalen Bühnen, sondern auch immer wieder gern in ihrer heimatlichen Umgebung. Als künstlerische Leiterin des Festivals gelang es ihr, dieses einzigartige Ensemble „Bassiona Amorosa“ in die Bibliothek nach Wildau zu holen.

Dass dieser neue Spielort das Festival bereichert, ist dem Geschäftsführer der Schlosskonzerte Dr. Cord Schwartau zu verdanken, der seine guten Kontakte zur Hochschule nun für die neue Konzertreihe nutzt.

Konzertkarten zu Preisen von 20-35 Euro (Kinder 5 Euro) gibt es bei Hauke Ticket im A10 Center, im Musikladen Brusgatis, über reservix, an allen bekannten Vorverkaufsstellen und unter www.schlosskonzerte-koenigswusterhausen.de. Das Konzert beginnt um 19.00 Uhr.

Ronny Reckling