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Herz der Wildauer schlägt wieder

07.11.2013 Der Wildauer Gegenschlaghammer ist einer der größten Europas – und er wird gerne als „das Herz der Wildauer“ bezeichnet. In diesem Sommer wurde er in einem sehr schwierigen und aufwendigen Verfahren generalüberholt und stand damit für rund neun Wochen still.
Seit dem 06.11.2013 schlägt das Herz der Wildauer wieder. Dr. Alexis Bömcke und Mark Martin, Geschäftsführer der Wildauer Schmiedewerke GmbH & Co. KG sowie Dr. Uwe Malich, Bürgermeister der Stadt Wildau, nahmen das Aggregat zusammen mit der Belegschaft nun offiziell wieder in Betrieb.

„Nach 20 Jahren im fast durchgängigen 3-Schichtbetrieb wurde es Zeit, unseren Gegenschlaghammer komplett zu überholen und mit einer neuen, modernen Steuerung auszustatten“, erklärte Dr. Alexis Bömcke als technischer Geschäftsführer. Dies sei eine Herkulesaufgabe für die Techniker und Instandhalter, Projektplaner und das ganze Wildauer Team gewesen – nicht nur wegen der Größe des Hammers. Allein die Gewichte der Einzelteile sind immens: Der sogenannte Unterbär und der Oberbär des Wildauer Gegenschlaghammers wiegen jeweils 80 Tonnen. Sie wurden bei einem Schwesterunternehmen, der IAG MAGNUM GmbH in Osnabrück, präzise nachbearbeitet, um eine möglichst hohe Genauigkeit zu bekommen. Das Maschinenoberteil wurde bei den Stahlwerken Gröditz komplett neu gegossen und bei der IAG-Magnum vorbearbeitet. Die beiden je rund 100 Tonnen schweren Ständer wurden von der Schuler Pressen GmbH geprüft und überarbeitet.

„Jetzt ist der Wildauer Gegenschlaghammer nicht nur einer der größten Europas, sondern auch der modernste“, erklärt die Geschäftsführung nicht ohne Stolz. Doch nicht allein der Hammer wurde generalüberholt: Parallel dazu wurde ein Erwärmungsofen modernisiert und Wartungs- und Reparaturarbeiten an der Chargiermaschine sowie der 3000 Tonnen Presse durchgeführt.

„Es hat schon etwas Beunruhigendes, wenn eine solche Instandhaltungsmaßnahme an der „Achillessehne“ eines bedeutenden Industrieunternehmens unserer Region stattfindet“, unterstreicht Dr. Uwe Malich. „Jeder hofft, dass es gut geht und es zu keinen Komplikationen kommt, umso größer ist die Freude, dass der Wildauer Gegenschlaghammer wieder schlägt und damit auch unsere Stadt wieder ihren Puls hat,“ so der Wildauer Bürgermeister weiter.

„Unser Dank gilt insbesondere unseren Mitarbeitern der Instandhaltung für ihren unermüdlichen Einsatz“, erklärte die Geschäftsführung. Die Kolleginnen und Kollegen hätten nie das Ziel der termingerechten Fertigstellung aus den Augen verloren. „Danke auch dem Betriebsrat, der durch Flexibilität und größtem Verständnis für die Situation zum Gelingen des Projektes beigetragen hat. Und natürlich unseren Mitarbeitern der Wildauer Schmiedewerke: Sie haben durch ihren Einsatz dazu beigetragen, dass durch Wochenendschichten die Produkte vor dem Stillstand geschmiedet und unsere Kunden weiterhin termingerecht beliefert werden konnten“, betont die Unternehmensleitung bei der Wiederinbetriebnahme.

Mark Martin, Geschäftsführer der Wildauer Schmiedewerke GmbH & Co. KG