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Gedenken an die Opfer der Flugzeugkatastrophe vor 40 Jahren

17.08.2012 Am 14. August 2012 wurde auf dem Waldfriedhof in Wildau an die Opfer der Flugzeugkatastrophe vor 40 Jahren gedacht. Damals stürzte eine Iljuschin IL 62 über dem Gelände des Wasserwerks in Königs Wusterhausen (in der Nähe des Kirchsteigs) ab und kostete 156 Menschen das Leben. Es gab keine Überlebenden.
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60 Todesopfer fanden ihre letzte Ruhestätte auf dem Waldfriedhof in Wildau. Eine Gedenktafel, auf der alle namentlich aufgeführt sind, erinnert an die Toten. Auch an der Absturzstelle in Königs Wusterhausen befindet sich ein Gedenkstein.

Bei der Kranzniederlegung des Bürgermeisters von Wildau, Dr. Uwe Malich, waren neben einigen Wildauer Bürgern vor allem auch Angehörige der ehemaligen Fluggesellschaft der DDR, der „Interflug“, anwesend. Vorwiegend waren es Flugkapitäne, wie z.B. Heinz-Dieter Kallbach. Er wohnt in Dolgenbrodt und wurde berühmt, als er einen Langstreckenjet (ebenfalls vom Typ Iljuschin Il-62) auf einer nur 850 Meter langen Grasbahn in Stölln landete. Das Flugzeug war ein Geschenk der Interflug an die Stadt, in der Otto Lilienthal bei einem seiner Flugversuche abstürzte und in der Folge ums Leben kam.

Bis heute ist die Katastrophe von 1972 das schwerste Flugzeugunglück auf deutschem Boden. Ursache des Absturzes war ein Konstruktionsfehler, der dazu führte, dass es im Heck einen Kurzschluss gab, der ein Feuer entzündete. Die Besatzung traf keine Schuld. Bei der Trauerfeier auf dem Waldfriedhof in Wildau waren mehrere viele Trauergäste vor Ort, darunter auch Walter Ulbricht und Erich Honnecker.

Damals haben die Menschen, die hier leben, insofern Glück gehabt, als am Boden niemand zu Schaden kam. Obwohl auf dem Bahnhof Königs Wusterhausen zu diesem Zeitpunkt sowohl die S-Bahn einfuhr, als auch zwei Regionalbahnzüge im Bahnhof Halt machten und sich viele Menschen dort aufhielten.

Unvergessen ist das Unglück bis heute, vor allem bei den Augenzeugen. Erschütternd sind ihre Berichte. Der Todesflug sollte nach Burgas in Bulgarien erfolgen.

Katja Lützelberger, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit