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Einwohnerversammlung im Volkshaus

23.10.2015 Einwohnerversammlung im Volkshaus zum Thema „Unterbringung von Flüchtlingen/Asylsuchenden in Wildau“
Am Donnerstag, dem 22.10.2015, wurde im Volkshaus Wildau eine Einwohnerversammlung zu der geplanten Unterbringung von Flüchtlingen/Asylsuchenden in Wildau durchgeführt.
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Fotos: Katja Lützelberger

Die Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen bzw. Asylsuchenden beschäftigt zurzeit sehr viele Menschen in Deutschland. Auch Wildau ist von dieser Aufgabenstellung betroffen. In Deutschland insgesamt wird für das Jahr 2015 ein Zustrom von mehr als 1 Million Flüchtlingen, vor allem aus Bürgerkriegsgebieten, erwartet. Auch unser Landkreis muss und will Flüchtlinge aufnehmen. Gerechnet wird derzeit mit 2.000 in 2015. In diesem Zusammenhang muss auch die kreisangehörige Stadt Wildau ihren Beitrag leisten. Die kreisangehörigen Kommunen sind verpflichtet, dem Landkreis geeignete Gebäude bzw. Liegenschaften zur Verfügung zu stellen. Entsprechende Gebäude gibt es in Wildau nicht. Aber nach einem längeren und gründlichen Such-Prozess wurde eine relativ gut geeignete Liegenschaft gefunden, ein Grundstück im ehemaligen TH-Gelände in der Friedrich-Engels-Straße in Richtung Zeuthen, heute im Eigentum der Wildauer Wohnungsbaugesellschaft (zwischenzeitlich war die Stadt Wildau Eigentümerin). Das gemeinsam mit dem Landkreis ausgewählte Grundstück liegt neben dem aktuellen Ausweichstandort des Amtsgerichtes, zwischen dem Amtsgericht und der Bahnlinie. Dort sollen 4 Fertigteilhäuser in einer Verbundanlage entstehen. Eigentlich wäre der Landkreis für die Errichtung dieser Gemeinschaftsunterkunft zuständig. In Wildau gibt es aber eine besondere Lösung. Die Wildauer Wohnungsbaugesellschaft wird die Anlage errichten und für 10 Jahre an den Landkreis als Gemeinschaftsunterkunft vermieten.

Auf der Einwohnerversammlung wurde das GU-Projekt von der WiWO vorgestellt. Anwesend zu der Beratung mit den Einwohnern war auch der Landkreis, vertreten durch den stellv. Landrat Carl-Heinz Klinkmüller und weitere leitende Mitarbeiter. Die Betreuung der Flüchtlinge in Wildau wird der Landkreis an eine entsprechende Betreibergesellschaft vergeben, voraussichtlich an die Dahmeland soziale Dienste GmbH, eine Tochtergesellschaft der Seniorenheim Wildau GmbH. Auf der Einwohnerversammlung anwesend war auch der Geschäftsführer der ABS Wildau, die mit ihren Möglichkeiten, u.a. arbeitsmarktpolitische Maßnahmen sowie Kleiderkammer und Fahrradwerkstatt, die Betreuung der Flüchtlinge/Asylbewerber in Wildau unterstützen wird. Nach den Projektvorstellungen gab es eine angeregte Diskussion, in der sowohl die Hilfsbereitschaft vieler Wildauer Bürger deutlich gemacht wurde, aber natürlich auch Sorgen geäußert wurden. Insgesamt fand das Vorgehen der Stadt Wildau zur Unterbringung, Betreuung und perspektivisch auch der Integration der Flüchtlinge/Asylbewerber eine breite Zustimmung von den Bürgern, die sich während der Einwohnerversammlung äußerten. Wenn alles planmäßig weiter abläuft, werden im Frühjahr 2016 die ersten Flüchtlinge nach Wildau in die dann fertiggestellte Unterkunft kommen. Die anstehende Baumaßnahme ist sehr anspruchsvoll, die Aufgaben danach sind anderer Art, aber werden uns nicht weniger fordern.

Dr. sc. Uwe Malich
Bürgermeister