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Der Minister für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg zu Besuch in Wildauer Unternehmen

02.04.2013 Am 27.03.2013 besuchte Herr Minister Ralf Christoffers gemeinsam mit dem Bürgermeister Dr. Uwe Malich die Wildauer Schmiedewerke GmbH & Co. KG und die Gröditzer Kurbelwelle Wildau GmbH. Empfangen wurden sie von den Geschäftsführern Herrn Mark Martin, Herrn Frank Ledderbohm, Frau Simone Senst, Herrn Dr. Kühn und den Betriebsratsvorsitzenden beider Unternehmen.
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Am 27.03.2013 besuchte Herr Minister Ralf Christoffers gemeinsam mit dem Bürgermeister Dr. Uwe Malich die Wildauer Schmiedewerke GmbH & Co. KG und die Gröditzer Kurbelwelle Wildau GmbH. Empfangen wurden sie von den Geschäftsführern Herrn Mark Martin, Herrn Frank Ledderbohm, Frau Simone Senst, Herrn Dr. Kühn und den Betriebsratsvorsitzenden beider Unternehmen.
(Fotos: Gisela Michailov)


Gleich zu Beginn wurde Herrn Dr. Malich zur Verleihung der Bezeichnung „Stadt“ für Wildau gratuliert.

Herr Martin stellte dann in einer kurzen Präsentation die Gruppe Georgsmarienhütte Holding GmbH vor, zu der beide Unternehmen im Bereich Schmiedetechnik gehören und die aus rund 50 Unternehmen besteht.

Sehr interessant war das breite Produktionsportfolio der Wildauer Schmiedewerke GmbH & Co. KG. So wird nicht zuletzt seit der letzten Wirtschaftskrise, die sich bis heute auf beide Unternehmen auswirkt, in den verschiedensten Geschäftsfeldern produziert. Nach dem massiven Umsatzeinbruch 2009 ist die Umsatzentwicklung wieder ansteigend, aber noch weit von dem Hoch aus dem Jahr 2008 entfernt. Neben dem schon fast klassisch zu nennenden Geschäftsfeld Marine wurden auch Märkte in den Bereichen konventionelle Energie, Bahn, Bergbau, Baumaschinen, Nutzfahrzeuge, Ölindustrie und sogar Lebensmittelindustrie erschlossen.

Frau Senst und Herr Dr. Kühn zeigten die weltweite Vertretung der Gröditzer Kurbelwelle GmbH auf und berichteten von einer zunehmenden Verlagerung der Endfertigung in den asiatischen Raum, wo das Unternehmen ebenfalls stark vertreten ist. Neben Großkurbelwellen für den Schiffbau und Kraftstationen werden Pumpen- und Verdichterwellen produziert. Unter anderem wurde die „Queen Mary“ mit Kurbelwellen aus Wildau ausgestattet.

Es wurden von den Geschäftsführern in der anschließenden Diskussion aber auch offen Probleme benannt, die sich für die mittelständischen Industrieunternehmen zeigen und bei denen eine politische Lösung erwartet wird.
So sei es nicht zu verstehen, nach welchen Gesichtspunkten die Kriterien für eine Befreiung von der EEG-Umlage aufgestellt wurden. Beide Unternehmen leiden unter den hohen Energiekosten, die vermieden werden könnten. Durch die Energiewende und fehlende Klarheit über den zukünftigen Weg der Bundespolitik ist eine große Marktunsicherheit zu verzeichnen und es fehlt auch an der nötigen Investitionssicherheit. Herr Christoffers sagte zu, sich um das Problem der fehlenden Befreiung zu kümmern.
Positiv wurde das Instrument der Kurzarbeit bewertet, da nur so das Stammpersonal gehalten werden konnte, was oberstes Ziel ist.

Die Fachkräfteproblematik zeigt sich insofern spürbar, als es schwierig ist, junge Menschen von einer Arbeit zu begeistern, die durch Schmutz, Beschwerlichkeit und Lautstärke im Vergleich zum Dienstleistungssektor vermeintlich unattraktiv ist. Hier regte Herr Martin eine Ausbildungsbörse des Wirtschaftsministeriums für die mittelständische Industrie im Internet an. Diese Idee griff Herr Christoffers auch sogleich auf und möchte sie weiter verfolgen.
Auf gerichtlichem Weg geklärt werden müssen Fragen der Altanschließerbeiträge und der Erschließungskosten.

Beim anschließenden Rundgang durch beide Unternehmen konnte sich der Minister von den beeindruckenden Fertigungsmöglichkeiten und Kapazitäten persönlich überzeugen.

Olaf Rienitz, Referent des Bürgermeisters