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Buchsbaumzünsler

01.06.2015 Gemäß einer Information vom Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF) informieren wir über den Buchsbaumzünsler und von ihm ausgehende Pflanzenschädigungen.
Für weitere Informationen steht Ihnen das Informationsblatt des LELF zur Verfügung.
Stadt Wildau
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Wichtige Informationen zum Eichenprozessionsspinner

Wie im vergangenen Jahr soll hier der Aktualität wegen erneut die Öffentlichkeit informiert werden, sodass Bürger und Bürgerinnen für die Gefahrenproblematik der Nesselgifthaltigen Brennhaare von Spinnerraupen sensibilisiert werden.

Neben dem z.T. auffälligen Eichenblätter-Kahlfraß an älteren frei stehenden Bäumen im öffentlichen Grün, an Straßen oder sonnigen Waldrändern sind vor allem die nicht auszuschließenden gesundheitlichen Gefahren für Mensch und Tier bei Kontakt mit den Brennhaaren zu nennen. Sie reizen die Haut mechanisch und chemisch mit unangenehmen Folgen, wie Juckreiz und Hautentzündungen, Reizung von Augen oder Atemwegen, Fieber, Schwindel. Auch Haustiere können betroffen sein. Gelangen Brennhaare oder alte Gespinstnester durch Luftstrom in die Bodenstreu, sind sie dort noch jahrelang aktiv.  

Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit seien hier auch genannt: Jegliche Arten von Raupen und Gespinsten sollten nicht berührt werden, vor allem Kinder sind vor dem Anfassen von Raupen zu warnen. Befallene Bereiche sind deutlich erkennbar abzusperren oder mit Warn-schildern zu versehen. Nach einem Aufenthalt in Befallsgebieten sollen Haare und Körper geduscht sowie die Kleidung gewechselt und gewaschen werden. Bei Hautausschlägen nicht kratzen, damit keine Entzündungen entstehen. Bei stärkeren Beschwerden muss ein Arzt aufgesucht werden. Fragen zum Gesundheitsschutz beantwortet auch gerne das Gesund- heitsamt des Landkreises Dahme-Spreewald unter der Telefonnummer 03375/262145.

Damit es gar nicht erst zu derartigen Beeinträchtigungen kommt, ist es ratsam, dass jeder Eigentümer von Eichen ab sofort seine Bäume aufmerksam nach geschlüpften Larven absucht. Die typischen Nester in Astgabeln oder am Stamm (sog. Ruheplätze) entstehen etwa ab dem 5. Larvenstadium. Die Nahrungssuche erfolgt nachts und vollzieht sich an Knospen und Blättern mehrerer Eichenarten. Im älteren Larvenstadium sind die `Prozessionen´ zur Nahrungssuche auch tagsüber gut zu beobachten. Sie verlaufen ggf. sogar über Straßen und Plätze von Baum zu Baum. Ab Mitte Juni erfolgt in der Regel die Verpuppung. Die Kokons werden im Nest wabenartig zusammengesponnen. Auch das nähere Umfeld von Eichen ist in die Beobachtungen einzubeziehen, da Gespinstnester teilweise auch vom Baum abfallen können. Die am Baum fest haftenden bzw. abgefallenen Nester können am sichersten auf mechanische Art und Weise bekämpft werden. Dabei saugen professionell arbeitende Firmen (mit Spezialgeräten und Schutzbekleidung ausgestattet) überwiegend zum Zweck der Ent- fernung von allergieauslösenden Stoffen die Nester bis Mitte Juni ab, bevor ein Ausfliegen der Falter beginnt. 

Wir bitten um entsprechende Mitteilung von Bürgerinnen und Bürgern zu erspähten Nestern und/oder Prozessionen, damit rechtzeitig entsprechende Maßnahmen zur Bekämpfung in die Wege geleitet werden können.

Ulf Starke (Tel. 03375/505458) und Heike Schulze (03375/505462), , Bauverwaltung/Facility Management