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Besuch der Partnergemeinde aus Taufkirchen

27.10.2014 Vom 22. bis 24. Oktober 2014 waren Vertreter aus der Partnergemeinde Taufkirchen in Bayern zu Gast in Wildau. Mit dabei waren neben dem neu gewählten Bürgermeister Ullrich Sander der Referent für Partnerschaften in der Gemeindevertretung Anton Almer, die ehemalige Referentin für Partnerschaften und Gemeindevertreterin Ursula Schulze mit ihrem Ehemann sowie der ehemalige Bürgermeister und Gemeindevertreter Eckhard Kalinowski und seine Ehefrau.
Nach Fertigstellung der neuen h.c. Pension in Wildau in der Freiheitstraße konnten diese nun erstmals auch direkt in Wildau übernachten. Begrüßt wurden sie dort von der Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung, Angela Homuth und der Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und Stadtmarketing, Katja Lützelberger, die unter anderem für die Pflege der partnerschaftlichen Beziehungen zuständig ist. Zur Einstimmung, und weil der neue Bürgermeister noch nie in Wildau war, wurde ein Film von Edgar Subke vom Fotoclub „Schwarz-Weiß“ aus Wildau gezeigt, der die Entwicklung von Wildau in den vergangenen Jahrzehnten zusammenfasst und eine gute Grundlage für die anschließenden Besichtigungen darstellte.
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Der erste Besuch galt der Technischen Hochschule Wildau, wo Präsident Prof. Dr. László Ungvári die Gäste persönlich begrüßte und einen interessanten Vortrag über die Hochschule und das Bildungssystem in Brandenburg hielt.

Foto: TH Wildau/Bernd Schlütter

Danach folgte ein Campusrundgang unter Leitung des Pressesprechers Bernd Schlütter.
Auf dem Programm standen die Bibliothek und die neuen Hochschulgebäude Haus 16 und Halle 17. Besonders interessant fanden die Kollegen aus Bayern das Kreativlabor ViNN:Lab. Dieses können auch externe Existenzgründer für die Umsetzung ihrer Ideen in Prototypen nutzen, unter anderem mit Hilfe von 3D-Druckern und Laser-Cuttern.
Im Anschluss daran wurde die Bäckerei Scholz, ein Wildauer Traditionsunternehmen seit vier Generationen, in der Bergstraße aufgesucht. Dies war quasi der Gegenbesuch, denn beim Besuch der Wildauer im vergangenen Jahr in Taufkirchen wurde dort auch eine Traditionsbäckerei besucht. Im Café der Bäckerei begrüßte Bürgermeister Dr. Uwe Malich die Gäste gemeinsam mit Familie Scholz. Bei Kaffee und leckerem Kuchen unterhielten sich die Gäste angeregt mit dem Bürgermeister und hörten auch den Altberliner Liedern und Geschichten von Leiherkastenspieler Dieter Schulze und Klaus Ebert aufmerksam zu. Bäckermeister und Juniorchef Andreas Scholz überreichte in diesem Rahmen dann auch eines der Geschenke der Stadt Wildau anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der partnerschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Kommunen: Eine große Brezel mit einer 20 und den Namen der beiden Kommunen darauf. Jedoch ist diese Brezel nicht zum Verzehr, sondern als Kunstwerk für die Ewigkeit gedacht und so auch gestaltet worden.
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Foto: Katja Lützelberger

Bürgermeister Ullrich Sander (links) freut sich über das Geschenk.

Danach folgte eine Besichtigung des A10 Centers. Herr Wichmann, der Technische Leiter des Centers, führte die Gäste durch das Einkaufszentrum und erläuterte spannende bauliche Details, wie die energetischen Bedingungen und auch gestalterische Details, wie die Darstellung verschiedener Landkreise von Brandenburg im Inneren des Centers. Seit dem letzten Besuch der Taufkirchener in Wildau hat sich viel im Center verändert, denn damals war der Anbau noch nicht fertiggestellt. Sie zeigten sich sichtlich begeistert vom Ausmaß und Angebot des Centers.

Zum Abschluss des ersten Tages wurde das Wildauer Oktoberfest besucht, welches den fachkundigen Gästen aus Bayern sehr gut gefiel. Thema des Abends war „Bayerische Olympiade“- wie passend. Einen kleinen Verbesserungsvorschlag gab es dabei für die Bezeichnung: „Eine halbe Maß“, denn die gibt es nicht wirklich. Es heißt einfach nur: „Eine Halbe“. Der Hinweis wurde gerne aufgenommen, denn schließlich war der Besuch dafür gedacht, voneinander zu lernen.
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Am zweiten Tag wurde gemeinsam mit den Mitgliedern der Wildauer Stadtverordnetenversammlung die Landeshauptstadt Potsdam besucht.


Foto: Lisa Pinnow

Dort empfing zunächst der Landtagsabgeordnete Stefan Ludwig die Gäste im Landtag und stand ihnen für eine politische Diskussion rund um die Arbeit der Landesregierung von Brandenburg zur Verfügung. Diese Gelegenheit nutzten sowohl die Wildauer, als auch die Bayern, um Fragen zu stellen. Im Anschluss daran wurde das neue Landtagsgebäude inklusive des Plenarsaals besichtigt.
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Die Stadtverordneten und Gäste aus Bayern durften dort Platz nehmen, wo sonst die Landtagsabgeordneten der einzelnen Fraktionen sitzen.



Foto: Klank-Neuendorf
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Der Bürgermeister von Taufkirchen, Ullrich Sander, nutzte diese Gelegenheit, um im Landtag zu sprechen - wenn auch nicht vor den Landtagsabgeordneten.

Das Gebäude beeindruckte die Gäste besonders durch seine schlichte Eleganz. Sehr interessant war auch die aktuelle Kunstausstellung „Vorbilder, Nachbilder, Gegenbilder“ von Lutz Friedel im Landtagsgebäude.







Foto: Klank-Neuendorf
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Am Nachmittag fand eine Stadtrundfahrt statt, in deren Rahmen auch das Schloss Cecilienhof besichtigt wurde, wo vom 17. Juli bis 2. August 1945 die Potsdamer Konferenz stattfand.

Foto: Lisa Pinnow
Im Innenhof des Schlosses Cecilienhof

Am späten Nachmittag wurden auch noch das Neue Palais und der sich darum befindliche Park besichtigt.

Zum Ausklang des Tages wurde dann wieder das Wildauer Oktoberfest besucht.
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Am dritten und letzten Tag wurde zunächst am Vormittag die Stadtbibliothek in der Friedrich-Engels-Straße besichtigt.



Foto: Kerstin Nielsen

Dort erklärte die Leiterin der Bibliothek, Frau Annett Goldberg, die Einrichtung und gab gemeinsam mit ihrer Mitarbeiterin Kerstin Nielsen interessante Einblicke in den Bestand und die tägliche Arbeit, vor allem auch mit Kindern.

Im Anschluss daran fand ein Abschiedsempfang im Plenarsaal des Rathauses statt, in dessen Rahmen die Gäste aus Taufkirchen nun die Gelegenheit hatten, die Plätze einzunehmen, auf denen ansonsten die Mitglieder der Wildauer Stadtverordnetenversammlung sitzen. Bürgermeister Dr. Malich gab einen Einblick in die Arbeit von Verwaltung und Politik und übergab gemeinsam mit der Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und Stadtmarketing Frau Katja Lützelberger noch ein Geschenk zum Abschied.
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Foto: Ursula Schulze



Die Gäste aus Taufkirchen bekamen ein großes Bild, das vom Wildauer Künstler Walter Berger aus Naturmaterialien anlässlich der Erlangung der Bezeichnung „Stadt“ für Wildau geschaffen wurde, geschenkt.

Im Gegenzug erhielten sie ein schönes Bild des Ortsteiles Taufkirchen „Am Wald“,  welcher spannender Weise eine Herzform besitzt. Das Bild ist im Plenarsaal des Volkshauses ausgestellt.

Danach führte die Vorsitzende des Kunstfoyers Wildau, Frau Gisela-Margret Obst, die Gäste durch die aktuelle Kunstausstellung im Rathaus, welche erst kurz zuvor eröffnet wurde. Diese hat das Thema „Miteinander“, passend auch zum partnerschaftlichen Austausch, welcher auch eine Form des Miteinanders ist. Auch das Kunstfoyer Wildau pflegt partnerschaftliche Beziehungen zu Taufkirchen, denn die Mitglieder stehen in engem Austausch mit dem Künstlerkreis aus Taufkirchen.

Zum Abschluss wurde in der Kantine im SMB Wissenschafts- und Technologiepark, auch einem Stück Wildauer Geschichte, zu Mittag gegessen, bevor die Gäste ihre weite Heimfahrt antraten. Auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr, wenn die Wildauer den Gegenbesuch antreten!

Katja Lützelberger, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und Stadtmarketing