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Baumfällungen in den Dahmewiesen und in der Schwartzkopff-Siedlung

17.05.2013 Aus gegebenem Anlass möchte ich Sie heute über die Baumfällungen in den Dahmewiesen und in der Schwartzkopff-Siedlung informieren.
Bäume & Reste.jpg
Bereich Dahmewiesen / Schwarzer Weg

Im Rahmen von Gehölzpflegemaßnahmen in den Dahmewiesen sowie der Durchführung der Verkehrssicherung entlang des Schwarzen Weges hat ein privater Unternehmer einen Antrag in der Gemeinde für die gemeindeeigenen Flächen gestellt. Die Gemeinde ist nicht darüber informiert, ob durch den Antragsteller die Zustimmungen der jeweiligen angrenzenden privaten Grundstückseigentümer für diese Arbeiten eingeholt wurden.
Da es sich bei einigen Flächen entlang des Schwarzen Weges um „Wald“ im Sinne des Waldgesetzes handelt, gab es zwischen dem Antragsteller und der Forstbehörde eine Abstimmung zum Umfang der Holzungen. Durch die Forstbehörde wurden vor Ort gemeinsam mit dem Antragsteller die zu fällenden Bäume farblich gekennzeichnet. In Abstimmung mit der Forstbehörde wurde dann durch die Gemein-de die Zustimmung für die beantragten Pflegemaßnahmen entlang des Schwarzen Weges auf den gemeindeeigenen Grundstücken, mit dem Hinweis, dass die Maßnahmen in einem geschützten Biotop durchgeführt werden und jegliche, nicht durch die Forstbehörde genehmigten Arbeiten mit der unteren Naturschutzbehörde abzustimmen sind, erteilt. Durch die Forstbehörde wurde eine Überwachung der Baumfällarbeiten zugesagt.
Der Sachbearbeiter für Baumschutz in der Gemeinde Wildau hat mit dem Antragsteller weiterhin die Abstimmung getroffen, dass dieser auf den gemeindeeigenen Flurstücken (zwischen dem Garagen-standort und dem Schwarzen Weg) den eschenblättrigen Ahorn (Neophyt) entfernt. Da sich auf dieser Fläche mehr als 90 Prozent eschenblättriger Ahorn entwickelt hatte, wurde dieser flächendeckend entfernt.
Nach Rücksprache mit der Forstbehörde handelt es sich bei den Baumfällungen in den durch die Forstbehörde festgestellten „Waldflächen“ nicht um einen „Kahlschlag“ nach § 10 LWaldG über 2 ha, aber es besteht eine Wiederaufforstungspflicht innerhalb von 36 Monaten.
Auf Grund der erfolgten massiven Baumfällungen in den Dahmewiesen, auch außerhalb der durch die Forstbehörde gekennzeichneten Bäume, hat das Umweltamt des Landkreises Dahme-Spreewald, Untere Naturschutzbehörde, dem Antragsteller mit Schreiben vom 26.02.2013 eine Ordnungsverfügung, verbunden mit einer Untersagung der Baumfällarbeiten im Bereich der Dahmewiesen, ausgesprochen.
Am 27.03.2013 fand gemeinsam mit der Unteren Naturschutzbehörde und der Forstbehörde eine Begehung vor Ort statt, um u.a. die Waldeigenschaft der konkreten Bereiche (nachträglich) festzustellen und die Überschneidungen oder gemeinsamen Zuständigkeiten herauszuarbeiten.
Es wurde noch einmal eindeutig geäußert, dass für Bäume in „Waldflächen“ die Forstbehörde zuständig und für Maßnahmen im geschützten Biotop die Untere Naturschutzbehörde zuständig ist.

Schwartzkopff-Siedlung:

Hier gab es zahlreiche Baumfällungen auf dem Grundstück der Wildauer Wohnungsbaugesellschaft hinter der Wohnhausbebauung der Karl-Marx-Straße, zwischen Oberschule und der Kita am Markt. Es handelt sich hierbei um eine Außenbereichsfläche und die Zuständigkeit für Baumfällungen liegt hier bei der Unteren Naturschutzbehörde. Ein entsprechender Antrag auf Baumfällungen wurde von Seiten des Grundstückseigentümers bei der Unteren Naturschutzbehörde nicht eingereicht.

Zu den Baumfällungen entlang der L 401, die im Rahmen der Baumaßnahme gefällt werden mussten, wurde bereits in der Wildauer Rundschau und in der Presse informiert. Eine Neupflanzung der Alleebäume auf beiden Straßenseiten ist im Herbst 2013 vorgesehen.
Falsch ist allerdings die Darstellung in der MAZ vom 23./24. März 2013, wonach in der Friedrich-Engels-Straße rund 50 Bäume gefällt wurden. In der Friedrich-Engels-Straße wurde in der letzten Zeit kein einziger Baum gefällt. Dort finden gegenwärtig auch keinerlei Straßenbaumaßnahmen statt.

Kerstin Paul, Bauverwaltung / Facility Management