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Spur der Wildauer Steine

10.09.2012 Auf den Spuren der Wildauer Steine. Ein Architekturspaziergang über den Campus der Technischen Hochschule Wildau [FH]

Kennen Sie das schon? Im Herbst letzten Jahres erschien ein spannendes Buch über Wildau. Frank Seeliger, Leiter der Bibliothek der TH Wildau, ist der Herausgeber:
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Auf den Spuren der Wildauer Steine. Ein Architekturspaziergang über den Campus der Technischen Hochschule Wildau [FH].

Erschienen im Verlag „News & Media“, Berlin 2011, ISBN 978-3-936527-27-8.

Kontakt: Verlag News & Media, Perelsplatz 18, 12159 Berlin bzw. verlag@newsmedia.de.

Zu beziehen ist das Buch außerdem in der Hochschulbibliothek (Halle 10) nahe der S-Bahnstation (über der Mensa) Wildau, welche montags bis freitags von 9 bis 20 Uhr geöffnet hat.



Zum Inhalt des Buches

Wildau war bis 1945 Standort des drittgrößten deutschen Lokomotivherstellers, der Berliner Maschinenbau Actiengesellschaft vormals L. Schwartzkopff, die ihren Hauptsitz in Wedding hatte. Zur DDR-Zeit war der Ort geprägt durch den Schwermaschinenbau und bekannt für die Ingenieurschule, aus der nach der Wende eine technische Fachhochschule hervorging.

Die heutige Technische Hochschule Wildau [FH] ist auf dem Südteil des ehemaligen Lokomotivwerkes angesiedelt. Der Campus präsentiert sich als gelungene Nachnutzung eines alten Industrieareals, auf dem sich architektonisch Tradition und Zukunft verbinden: Hier die alten Werkshallen mit ihren typischen Backsteinfassaden, Putzblenden und variantenreichen Ausformungen der Giebelfronten, dort das neue Hochschulgebäude, das durch seine vier quadratischen Baukörper und die Farbigkeit seiner Fassade auffällt. Hier eine alte Lokomotive auf einer Drehscheibe, dort der Wissenschaftspark Physik-Klima-Energie, eine Spiel- und Experimentierlandschaft für junge „Nachwuchswissenschaftler“.

Folgt man einer alten Einsicht, so sieht man nur, was man weiß! Aber was sieht der Betrachter, wenn er erstmals oder immer wieder auf den Campus kommt?
Historische Baukörper, gewagte Neuinszenierungen, Nietkonstruktionen, einen in Marmor gemeißelten weiblichen Torso im Pinup-Format, vielleicht auch die charakterlich dem Industriegelände verwandte Werkssiedlung auf der anderen Seite der Bahngleise.

Mit dem „Architekturspaziergang über den Campus der Technischen Hochschule Wildau [FH]“ wird der willkürlich anmutenden Komposition der Gebäude und Objekte eine systematische Perspektive der Erschließungsoption entgegengestellt. Fragende sollen die Möglichkeit erhalten, sich die wahrnehmbaren Dinge, wie sie zusammengehören, entstanden sind und nachgenutzt werden, kenntnisreich anzueignen. Zu Wort kommen daher insbesondere die Architekten, die ihre individuellen Konzepte für das jeweilige Gebäude vorstellen, und die verantwortliche Denkmalpflegerin, die den Fokus auch auf die zum Werk gehörige Schwartzkopffsiedlung richtet.

Der Herausgeber Frank Seeliger, Leiter der Bibliothek der TH Wildau, begibt sich auf die Spuren der Wildauer Steine mit dem Ziel, dass der Hochschulcampus als erinnerungswürdiger und identitätsstiftender Raum wahrgenommen wird. Alle Häuser, Hallen und Objekte zeichnet ein hoher Grad an Unverwechselbarkeit, ein hohes Maß an eigenen Chiffren aus. Es ist sein Wunsch, dass die Leser das Vorhandene bewusst genießen und wertschätzen können, sich wohlfühlen und dabei die Herkunft und den baulichen Ideenreichtum nicht ganz außer Acht lassen.

Frank Seeliger und Katja Lützelberger, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit