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6. Tagung des Präventionsnetzwerkes „Gesund in Wildau und Umgebung“

13.11.2015 Am Donnerstag, dem 12. November 2015 fand im Schulungsraum unseres Sport- und Freizeitzentrums „Wildorado“ die 6. Tagung unseres wissenschaftlich orientierten Präventionsnetzwerkes „Gesund in Wildau und Umgebung“ statt.
Netzwerk Gesund in Wildau und Umgebung (3).JPG
Schwerpunkt der Herbsttagung 2015 war ein Vortrag des TH-Professors Dr. Peter Beyerlein zur Analyse des genetischen Materials, des Genoms des Menschen, mit Hilfe neuester digitaler Rechentechnik.

Zunächst erläuterte Bürgermeister Dr. Uwe Malich die Notwendigkeit einer wachsenden Beschäftigung mit der Thematik Gesundheitsprävention. Das hängt mit unserer demografischen Entwicklung zusammen, dem steigenden Durchschnittsalter der Menschen auch in Deutschland, mit der steigenden Arbeitsbelastung u.a. durch die neuen Informationstechnologien und die damit vielfach steigende Stressbelastung im Arbeitsleben, und wegen der volkswirtschaftlich stark steigenden Kosten unseres Gesundheitswesens. Gesundheitsprävention wird für uns alle immer wichtiger.

Prof. Beyerlein stellte ausführlich einen wissenschaftlich relativ neuen Ansatz der Gen-Analyse zur Gesundheitsprävention vor. Mit den neuen rechentechnischen Möglichkeiten kann eine komplexe Analyse der Stärken und Schwächen unserer genetischen Anlagen vorgenommen werden. Mit gewissermaßen mathematischer Präzision können Defekte und Schwächen unserer genetischen Anlagen festgestellt werden. Auf dieser Grundlage kann eine zielgerichtete, auf die konkreten Schwächen unserer physischen und psychischen Anlagen abgestellte Gesundheitsprävention durchgeführt werden, um unsere Schwächen möglichst zu kompensieren und dem Ausbruch von Krankheiten entgegen zu wirken. Die von Prof. Beyerlein vorgestellten Ansätze ermöglichen aber auch die zielgenaue Unterstützung von Heilungsprozessen der Menschen. Über die Gen-Analyse kann die Zielgenauigkeit und Verträglichkeit der Medikamente wesentlich erhöht werden. Auch Nebenwirkungen können besser vermieden werden. Hier bahnt sich eine tatsächlich revolutionäre Verbesserung unseres Gesundheitswesens an. Die entsprechenden Forschungs- und Umsetzungsarbeiten an der Technischen Hochschule in Wildau gehören auf diesem Gebiet mit zur Weltspitze. Die Arbeiten in Wildau sind in vollem Gange. Prof. Beyerlein und sein Team sind hoch motiviert.

In der Diskussion der Tagungsteilnehmer wurden dann bestimmte Teilaspekte noch vertieft, u.a. zu den in jeder Zelle gespeicherten Erfahrungen, die mit der Zellerneuerung über das entsprechende Erbmaterial an die neu gebildeten Zellen weitergegeben werden und viele Teilaspekte des Menschseins bestimmen. Eine besondere Bedeutung hat in dieser Beziehung auch das Darmsystem des Menschen. Mit den Entscheidungen „aus dem Bauch heraus“ hat es seine reale Bewandtnis. Unser Darmsystem hat viele Erfahrungen unserer persönlichen Entwicklung gespeichert.

Die 17 Teilnehmer der Beratung des Gesundheitsnetzwerkes waren von den hoch wissenschaftlichen Ausführungen des Prof. Beyerleins sehr angetan. Viele Teilnehmer konnten Informationen für ihre persönliche Arbeit mitnehmen, darunter die bekannte Heilpraktikerin Frau Kathrin Günther, der renommierte Präventologe Herr Gerd Dreager, die Medizinerin und Sachbuchautorin Dr. Angela Erbe.

In seinen Schlussbemerkungen verwies Bürgermeister Dr. Uwe Malich noch auf die Bedeutung der sog. stochastischen Resonanztherapie, die bei vielen Krankheitsbildern Hilfe leisten kann. Des Weiteren verwies er auf die große Bedeutung einer ausreichenden Magnesiumversorgung für den Stoffwechsel des Menschen, insbesondere die Verbindung Muskulatur und Nervensystem. Weiterhin verwies er nochmals auf die große Bedeutung der Vitaminversorgung für die Gesundheitsprävention und dabei insbesondere die ausreichende Versorgung mit Vitamin C, das der Mensch im Unterschied zu den meisten höher entwickelten Tieren nicht selbst herstellen kann. Schimpansen nehmen täglich bis zu 10 Gramm Vitamin C zu sich. Ziegen produzieren in etwa in dieser Größenordnung Vitamin C selbst zur Erhaltung ihrer Gesundheit.

Insgesamt gab es auf der 6. Tagung des Präventionsnetzwerkes viele Anregungen für die inhaltliche Weiterentwicklung der Gesundheitsprävention und natürlich auch für die Umsetzung im eigenen täglichen Leben die ein oder andere Anregung.

Bürgermeister
Dr. Uwe Malich