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3. Meeting des Netzwerkes Gesundheitsprävention "Gesund in Wildau und Umgebung"

11.06.2014 Am 5. Juni 2014 traf sich das Wildauer Präventionsnetzwerk zur Gesundheitsförderung in Wildau und Umgebung im Konferenzraum des Wildorados zu seiner 3. Beratungsrunde.
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Drei Fachvorträge lieferten den Stoff für die intensive Diskussion der Beteiligten. Zunächst erläuterten Dr. Ralf Hegel und Dr. Martin Müller vom Königs Wusterhausener sozialwissenschaftlichen Verein Holon e.V. die wichtigsten Ergebnisse einer Tiefenbefragung von Wildauer Bürgern zur Gesundheitsproblematik. Deutlich wurde ein ziemlich heterogenes Verständnis und Verhältnis der Wildauer zur Thematik Gesundheit und Gesundheitsprävention. Festgestellt wurde, dass die Rahmenbedingungen für eine persönliche Gesundheitsorientierung in Wildau relativ gut sind. Es bestehen zahlreiche unterschiedliche Sportmöglichkeiten. Zudem gibt es die Möglichkeit zur Bewegung an frischer Luft in schöner Umgebung. Es existieren das Wildorado, weitere Sportanlagen und das Gesundheitszentrum. Außerdem kümmern sich zahlreiche Vereine unter anderem auch um die soziale Kommunikation der bereits älteren Mitbürger. Angebote gibt es viele, aber man muss auch selbst etwas tun wollen und es dann auch umsetzen. Das betrifft Sport und Bewegung sowie eine gesundheitsorientierte Ernährung und die Vermeidung von Stress (hier sind vor allen Dingen die Berufstätigen, aber auch manche Schüler betroffen). Es betrifft auch die Vermeidung weiterer gesundheitsgefährdender Belastungen wie Rauchen und Genuss von Alkohol. In mancher Beziehung sind die Bedingungen für die Gesunderhaltung nicht einfach;  zu nennen sind vielfältige Stresssituationen im Berufsleben und ein großes Angebot an Nahrungsmitteln, die nicht eben gut für die Gesundheit sind. Außerdem finden viele Tätigkeiten im Sitzen statt – obwohl der Mensch eigentlich auf Bewegung programmiert ist. Es ist durchaus angezeigt, immer mal wieder über den eigenen Gesundheitsstand nachzudenken und mit seinem Hausarzt zu diskutieren. Dann lassen sich bestimmte positive Schritte für die Gesundheit ableiten und umsetzen.

Der Präventologe Gerd Draeger stellte die gesellschaftlichen und persönlichen Voraussetzungen für die Gesundheitsprävention in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. Die Gesundheitsprävention wird immer mehr zu einem gesellschaftlichen Anliegen. Langsam erkennt auch die Politik ihre Bedeutung und Notwendigkeit für unsere Zukunftsgestaltung. Aber es gibt auch Interessengruppen, die andere Ziele verfolgen. Die gesellschaftlichen Verhältnisse zu ändern,  ist ein sehr langwieriger Prozess. Hier sind in der Regel nur kleine Schritte zu erwarten. Aber im persönlichen Verhalten und aufgrund entsprechender Einsicht sind relativ schnell Verbesserungen in Bezug auf die Gesundheitsprävention möglich. Stichworte sind regelmäßig Bewegung und Sport, gesunde vitaminreiche Ernährung, Entspannung, Vermeidung von Suchtgefahren, Vermeidung von Stresssituationen, regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und, ganz wichtig, soziale Kontakte und eine positive Lebenseinstellung. Auf kommunaler Ebene kann man versuchen, Rahmenbedingungen und individuelles Verhalten für die Gesundheit in einen positiven Zusammenhang zu bringen.

Einen spezifischen Ansatz, auf eine angenehme und schöne Weise etwas für die eigene Gesundheit zu tun, stellte schließlich die Heilpraktikerin und Tanztherapeutin Karin Paul vor. Sie erläuterte zunächst theoretisch, wie wichtig tänzerische Bewegung für die Entwicklung und Bewahrung einer Vielzahl wichtiger Körperfunktionen ist. Außerdem stimuliert das Tanzen auch die geistigen Fähigkeiten des Tänzers/der Tänzerin. Das Tanzen spielte in der langen Entwicklungsgeschichte der Menschheit eine ganz wichtige und positive Rolle und war ein maßgeblicher Aspekt unserer Menschwerdung. Tanzen kann uns auch heute in vielfältiger Hinsicht helfen, gesund und fit zu bleiben, Spaß und Freude und ein positives Lebensgefühl zu haben. Wir sind zum Tanzen geboren. Wir müssen es nur praktizieren. Angebote gibt es in Wildau und Umgebung schon einige. Sicherlich kann auf diesem Gebiet auch noch mehr passieren. Karin Paul steht als Therapeutin dafür zur Verfügung.

Diskutiert wurde auch die Internetplattform der POLEA® GmbH. Diese Plattform zielt vor allem auf die Förderung des betrieblichen Gesundheitsmanagements. Gesunde Mitarbeiter sind leistungsfähige Mitarbeiter, das freut auch den Unternehmer/Arbeitgeber. POLEA® bringt die Anbieter unterschiedlicher zertifizierter Gesundheits- und Präventionskurse mit den interessierten Unternehmen und ihren Arbeitnehmern zusammen. Am 18. Juni 2014 finden im Plenarsaal des Wildauer Volkshauses dazu zwei Veranstaltungen der POLEA®-Gesundheitsplattform statt.

Die Beratungsrunde des Gesundheitsnetzwerkes vermittelte wieder viele wichtige Anregungen, die im weiteren schrittweise umgesetzt werden sollen. Es gilt auch in Bezug auf die Gesundheit eine wichtige alte Volksweisheit: „Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied“ und es gilt natürlich auch heute der wichtige Hinweis des berühmten Pfarrers und Mediziners Sebastian Kneipp. „Wer nicht jeden Tag etwas für seine Gesundheit aufbringt, muss eines Tages sehr viel Zeit für die Krankheit opfern“.

Dr. Uwe Malich, Bürgermeister