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20-jähriges Jubiläum des Seniorenbeirates

02.04.2014 Am 02. April 2014 fand die Festveranstaltung zum 20-jährigen Bestehen des Seniorenbeirates im Volkshaus Wildau statt. Musikalisch wurde das Jubiläum von den Schülern der Musikschule Seeliger untermalt. Sängerin Johanna Schulze, Violinistin Julia Henschke und Pianist Tino Höch versetzten die 50 geladenen Gäste mit klassischen und modernen Werken in eine fröhliche Stimmung.
Die Vorsitzende des Seniorenbeirates Renate Georgi wurde von Bürgermeister Dr. Uwe Malich, vom Vorsitzenden des Kreisseniorenrates Wolfgang Grunert und von Carsten Saß, dem Dezernenten für Bildung, Kultur, Jugend, Gesundheit und Soziales des Landkreises Dahme-Spreewald, der in Vertretung des Landrates kam, beglückwünscht. Auch der Geschäftsführer der Wildauer Wohnungsbaugesellschaft (WiWO), Frank Kerber, war anwesend.
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Foto: Christian Dederke





v.li.: Fritz Lang, Renate Georgi und Bürgermeister Dr. Uwe Malich

Renate Georgi, die seit 13 Jahren den Seniorenbeirat leitet, und Ehrenmitglied Fritz Lange bedankten sich bei den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern und dokumentierten die Seniorenarbeit sowie ihre vielseitigen Freizeitgestaltungen in Wildau. Fritz Lange erinnerte daran, dass es nach der politischen Wende landesweite Bestrebungen gab, einen Seniorenbeirat zu gründen. Unter dem Motto „Gemeinsam statt Einsam“ wurde der Seniorentreff in Wildau 1994 durch den ehemaligen Bürgermeister Gerd Richter und dem Senior Rudi Fritsche ins Leben gerufen. Zu der Zeit war jeder Fünfte in Wildau im Ruhestand. Daher war die Gründung eines Seniorentreffs nur eine Frage der Zeit. Der erste Vorsitzende des Seniorentreffs Rudi Fritsche leitete von 1994-1997 mit viel Engagement den Wildauer Seniorenbeirat. Bis heute sind drei Gründungsmitglieder im Seniorenbeirat ehrenamtlich tätig: Frau Inge Gutzmann, Frau Helga Dörfel und Herr Fritz Lange. Wichtig sind nach wie vor der Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Bürgermeister und Seniorenbeirat. Der Seniorenbeirat erhält große Unterstützung von der Stadt, so findet sich meist eine unbürokratische Lösung für seniorenspezifische Probleme. 1994 befand sich der Seniorentreff in einer bescheidenen 21 Quadratmeter großen Wohnung in der Schwartzkopff-Siedlung. Trotz der beengten Räumlichkeiten wurde hier gesungen und gelacht. Im Rahmen der Modernisierung der Schwartzkopff-Siedlung konnte die Begegnungsstätte für Senioren in ein größeres Domizil in die Bahnhofstraße umziehen. Seit 2005 befindet sich der Seniorentreff in der Karl-Marx-Straße 123. In Zusammenarbeit mit der Bauleitung und der WiWO beteiligten sich die Senioren tatkräftig an der Umsetzung ihrer Ideen. So wurde die anfänglich wüste Baustelle in ein neues Eldorado verwandelt. Die Umgestaltung und die neue Ausstattung wurden durch die Stadt finanziert. Das zeigt abermals, welchen hohen Stellenwert der Seniorentreff in der Kommunalpolitik hat.
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Foto: Christian Dederke





Der Seniorentreff

Vielseitige Kulturprogramme, Kaffeenachmittage, Sommerfeste, Grillabende, Ausflüge und Wanderungen werden im Seniorentreff angeboten, um die Freizeit möglichst sinnvoll zu gestalten. An elf verschiedenen Arbeitsgemeinschaften können die Wildauer Senioren teilnehmen und beispielsweise im Mal- und Handarbeitszirkel ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Der im Jahr 2005 gegründete Singekreis, unter der Leitung von Edda Nopper, wird wöchentlich für die zahlreichen Auftritte geprobt. Außerdem finden jeden Donnerstag Computerkurse statt, die von Wilfried Liepe geleitet werden. Auch Radtouren, Wanderungen und Gymnastikgruppen werden angeboten und bieten einen hervorragenden sportlichen Ausgleich. Schließlich hält Sport jung! Um sich auch geistig fit zu halten und weiterzubilden, wurde das Seniorenseminar auf den Weg gebracht, das von ca. 100 wissensdurstigen Senioren besucht wird. Der Seniorentreff bietet zudem eine Beratungstätigkeit an, wobei Rentner bei Behördengängen kompetent unterstützt werden. Um mit chronischen Krankheiten zurechtzukommen, treffen sich Betroffene regelmäßig in Selbsthilfegruppen und werden fachlich unterstützt. Seit 1996 gibt es die Seniorenreisen nach Rewal in Polen. Im nächsten Jahr werden die Senioren bereits zum 40. Mal an die polnische Ostsee reisen.

Renate Georgi sprach großen Dank an alle Partnerorganisationen aus, die seit Jahren eine gute Zusammenarbeit leisten. Schließlich tragen der Familientreff „Kleeblatt“, die AWO und die WiWO dazu bei, dass sich die Wildauer Senioren in geselliger Runde treffen können.
Die Vorsitzende erhielt als Anerkennung vom Landkreis Dahme-Spreewald für ihre langjährige und hervorragende Arbeit eine einwöchige Reise an die Ostsee ins Feriendomizil Lobbe. Im Anschluss an die Festreden gab es neben Kaffee und Kuchen kleine Leckereien. Petra Reichmuth, die den Seniorentreff und Familientreff „Kleeblatt“ leitet, überraschte mit einer köstlichen Torte.

Lina Gebhardt, Bundesdienstleistende und Katja Lützelberger, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und Stadtmarketing