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15 Jahre Chronistengruppe Wildau

19.10.2012 Ortsgeschichte wird erforscht und bekannt gemacht

Im Jahr 1997 hat man in der Gemeindeverwaltung festgestellt, dass sich mehrere Autoren mit bestimmten Themen der Wildauer Ortsgeschichte befassen. Deshalb wurden sie vom Bürgermeister Gerd Richter zu Gesprächen eingeladen, um zu ergründen, wie sie ihre Aktivitäten verknüpfen können. So entstand der Gedanke, eine Ortschronistengruppe zu bilden.
Im Jahr 1997 hat man in der Gemeindeverwaltung festgestellt, dass sich mehrere Autoren mit bestimmten Themen der Wildauer Ortsgeschichte befassen. Deshalb wurden sie vom Bürgermeister Gerd Richter zu Gesprächen eingeladen, um zu ergründen, wie sie ihre Aktivitäten verknüpfen können. So entstand der Gedanke, eine Ortschronistengruppe zu bilden.

Frau Köhler von der Gemeindeverwaltung setzte sich für den Start der Gruppe im Oktober 1997 ein. Es fanden sich neun Personen, die an der historischen Entwicklung der Gemeinde Wildau interessiert sind, zusammen. Ihr Ziel war und ist es, ehrenamtlich eine Ortschronik zu erarbeiten und Fakten und Gegenstände der Geschichte der Gemeinde zu sammeln.

Personell hat sich die Gruppe häufig verändert, mehrere sind ausgeschieden, neue hinzugekommen. Harry Pech und Wolfgang Hendel waren lange Zeit Kontaktpersonen zum Verein der Ingenieure, Techniker und Wissenschaftler, dessen Archiv in den Räumen der Ortschronisten aufbewahrt wird.

Schmerzlich war das Ausscheiden der aktiven Mitglieder Jutta Maenz, Uwe Bischoff und Bettina Schwirtzke durch Tod. Andererseits fanden sich immer wieder langjährige Einwohner bereit, mitzuarbeiten, doch leider oft nur kurze Zeit. Bei der Konstituierung wählten die Mitglieder Irmgard Hornung als Vorsitzende. Sehr erfolgreich übt sie diese Funktion heute noch aus. Zweiter Chronist von Anfang an ist Dr. Roland Vetter. Außer den Genannten sind jetzt noch Udo Bohm und Bernd Lux aktiv tätig.
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v.li.: Dr. Roland Vetter, Irmgard Hornung, Udo Bohm und Bernd Lux am 17. Oktober vor der Stätte ihres Wirkens im Haus der Jugend und Vereine in der Eichstraße 3






Die Vorsitzende, Irmgard Hornung, hat nicht nur die Gruppe zusammengehalten und die Thematik durch enge Verbindung zur Gemeindeverwaltung vorgegeben. Durch zahlreiche Veröffentlichungen und ihr Wirken als Stadtführerin, besonders auch in Form der Fahrraderkundungen, hat sie die Öffentlichkeit mit Erkenntnissen der Chronisten bekannt gemacht.

Ein wesentliches Ereignis der Gruppe war die Erarbeitung und Herausgabe der Wildauer Heimatbücher, Teil I und II. Nicht nur Einheimische haben ihren vielseitigen ortsgeschichtlichen Beiträgen Anerkennung gezollt.

Darüber hinaus leisteten die Heimatkundler Zuarbeit zu mehreren Broschüren über Wildau und den Maschinenbaubetrieb.
Spezielle Beiträge der Chronisten wurden in der Wildauer Rundschau, im Lokalteil der Märkischen Allgemeinen Zeitung und im Heimatkalender Königs Wusterhausen und Dahmeland veröffentlicht.

Es ist erfreulich, dass sich alte Wildauer bei den Chronisten gemeldet haben, um ihre gesammelten Schätze, wie Andenken der Familie oder aus ihrer beruflichen Tätigkeit zur Verfügung zu stellen. Sei es, weil sie wegen des hohen Alters oder als Familienangehörige den Nachlass in sichere Hände geben wollen.

Die Chronisten sind nicht nur Sammler, sondern stellen ihre Unterlagen auch anderen Interessenten zur Verfügung. So halfen sie Studenten und Schülern, die heimatkundliche Aufgaben zu bearbeiten hatten. Bemerkenswert ist die Beteiligung der Ortschronisten an der Arbeitsgemeinschaft Ortsgeschichte der Oberschule unter Leitung der Lehrerin von Frau Klähn. Ihr Ergebnis war, dass diese Schule den Titel „Ludwig-Witthöft-Oberschule“ erhielt.

Leider wurde die Großzügigkeit bei der Ausleihe von Dokumenten nicht immer honoriert. So erhielt die Chronistengruppe wertvolle Schriftstücke oder Bilder nicht zurück, sogar nach mehrmaliger Mahnung.

Der Arbeitsraum musste in den anderthalb Jahrzehnten mehrfach gewechselt und jedes Mal neu eingerichtet werden. Jetzt ist das Haus der Jugend und Vereine in der Eichstraße 3 bekanntes und besuchtes Quartier der Wildauer Chronisten. Für die Sachkosten der Gruppe hat die Gemeinde jährlich einen Betrag zur Verfügung gestellt.

Irmgard Hornung