wildau.de »Lebensqualität »Naherholung »Ortsbegehungen

Ortsbegehungen

Seit dem Frühjahr 2011 führt unsere Ortschronistin Frau Hornung Ortsbesichtigungen mit dem Fahrrad durch.
Treffpunkt ist jeweils 9.30 Uhr am Bahnhof Wildau (Ausgang Karl-Marx-Straße). Danach geht es gemeinsam in Richtung des TH Campus, zur Lok auf der Drehscheibe des ehemaligen Lokomotivwerkes Schwartzkopff. Dort, am „Geburtsort unseres Industrieortes“ berichtet Frau Hornung über die ehemalige Lokomotivfabrik Schwartzkopff, die Entstehung der Siedlung – den Kern des Ortes Wildau – und den DDR—Schwermaschinenbau.

Danach geht es durch den Tunnel wieder in Richtung Bahnhof. Auf dem Bahnhofsvorplatz wird kurz Halt gemacht und Frau Hornung berichtet anschaulich über den Marktplatz (damals und heute) und hat einige interessante Anekdoten auf Lager. Wussten Sie zum Beispiel, dass „Karabas“, der Name des türkischen Imbisses auf dem Bahnhofsvorplatz, übersetzt „schwarzer Kopf“ heißt? Solche und andere unterhaltsame Dinge berichtet Frau Hornung während der Fahrt.

Durch die Schwartzkopffsiedlung, deren architektonische Besonderheiten sie anhand von Beispielen erklärt, geht es dann, vorbei am Volkshaus (Rathaus), welches als Kulturhaus (damals Casino genannt) erbaut wurde und einst das größte Kulturhaus der Umgebung war, weiter. Nun wird die architektonisch schöne Ludwig-Witthöft-Schule betrachtet. Die Schule und die Turnhalle wurden gleichzeitig mit der Entstehung der Siedlung erbaut. Später erfolgten An- und Umbauten.

Nächster Halt ist am Stichkanal. Die mit Bänken und Tischen angelegte Freifläche wird jetzt „Dahmeblick“ genannt. Dort, mit Blick auf die Dahme, erzählt Frau Hornung von der ehemaligen Badeanstalt und erläutert die Gründe für die Verschmutzung, durch welche diese leider 1957 geschlossen werden musste.

Danach wird weiter zum ehemaligen Rathaus in der Friedrich-Engels-Straße gefahren, wo heute die Wildauer Wohnungsbaugesellschaft (WiWO) ihren Sitz hat. Vor dem Gebäude befindet sich ein Ehrenmal und eine Grabstätte sowjetischer Soldaten.

Im Anschluss daran erfolgt die Weiterfahrt über den Bahnübergang in der Freiheitstraße vorbei am Technologie- und Gründerzentrum (TGZ) und am Umspannwerk, wo das Wandgemälde der E.on Edis zu bewundern ist, welches Ansichten von Wildau zeigt.

Dann geht es durch die Waldsiedlung zur Kurbelwelle in der „Gartenstadt Wildau“, wo Frau Hornung die Bedeutung der Kurbelwelle für Wildau erläutert.

Die nächste Station ist der Waldfriedhof: Eine Besonderheit im Umkreis. Der Waldcharakter wird dabei erhalten. Man findet nicht nur private Grabstellen, sondern auch Gedenkstätten für die gefallenen Soldaten beider Weltkriege, der verstorbenen Fremdarbeiter und Opfer des Flugzeugabsturzes von 1972 in Königs Wusterhausen.

Danach steht die Dorfaue, der Kern des Bauerndorfes Hoherlehme, auf dem Programm, bevor weiter - vorbei an der Fichtestraße 105 mit altersgerechten Wohnungen und der Grundschule - in Richtung der Sportstätte „Wildorado“ gefahren wird. Dort befindet sich ein Gedenkstein für Fremdarbeiter.

Am Gesundheitszentrum, der ehemaligen Betriebspoliklinik vorbei geht es dann wieder zurück in Richtung Bahnhof Wildau. Am Weg werden dabei die Neubauten der Zentren für Luft- und Raumfahrt und der Feuerwache sowie die Wildauer Schmiedewerke, das ehemalige Werksgelände mit seinen prächtigen alten Hallen, die ortsprägende Westhangtreppe und Haus 13 und Halle 14 der Technischen Hochschule Wildau (FH) passiert.

Haben Sie Lust bekommen, selbst einmal mitzufahren? In den Sommermonaten finden die Besichtigungsfahrten regelmäßig an jedem ersten Sonnabend im Monat statt. Ansprechpartner ist Frau Hornung.

Katja Lützelberger, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit
Treffpunkt
t_lq_naherholung_ortsbegehungen.jpg
In den Sommermonaten finden die Fahrten an jedem ersten Sonnabend im Monat statt. Treffpunkt ist jeweils 9.30 Uhr am Bahnhof Wildau (Ausgang Karl-Marx-Straße).