Ergebnis der Bürgerumfrage
Die Umfrage zur Bezeichnung „Stadt“ für Wildau wurde in der Zeit vom 21. Dezember 2011 bis zum 15. Januar 2012 durchgeführt. Insgesamt wurden 150 ausgefüllte Fragebögen zurückgesandt, davon 61 per Post und 89 über das Internet.
Die Auswertung der Umfrage bestätigt, dass die Erlangung der Bezeichnung „Stadt“ als wichtiger Standortfaktor für Wildau gesehen wird.
Auch wenn eine relative Mehrheit von 46 Prozent derzeit einschätzt, dass die Bezeichnung „Stadt“ für Wildau noch nicht zutrifft, so halten andererseits auch wieder 46 Prozent der Umfrageteilnehmer die Erlangung der Bezeichnung „Stadt“ wichtig für die weitere Entwicklung von Wildau.
Der Fragebogen bot auch die Möglichkeit, weitere Aspekte im Zusammenhang der Entwicklung zu bewerten. Auf die Frage, was getan werden sollte, wenn die Bezeichnung „Stadt“ erlangt wird, wurde mit 58 Prozent an erster Stelle der Fortbestand des Hauses der Jugend und Vereine und als zweitwichtigste Punkte mit jeweils 52,7 Prozent der Erhalt des Seniorentreffs und die Erweiterung des kulturellen Angebots genannt. Am dritthäufigsten wurde die Erneuerung der Gemeindebibliothek erwähnt.
Die Lebensbedingungen in Wildau werden von einer deutlichen Mehrheit als “gut“ bewertet.
Als größte Stärke von Wildau wird mit 74 Prozent der S-Bahn-Anschluss genannt. An zweiter Stelle liegt das A-10 Center mit 61,3 Prozent, gefolgt von der Technischen Hochschule, guten Kindereinrichtungen und der natürlichen Umwelt.
Die größten Defizite Wildaus sieht eine Mehrheit im Lärm durch die Autobahn, gefolgt vom Lärm durch die Bahnstrecke, sonstigem Verkehrslärm und im Mangel an kulturellen Angeboten.
Den Zuzug von ausländischen Mitbürgern als eine Möglichkeit, dem sich jetzt schon abzeichnenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken, bewertet eine Mehrheit als gut und unproblematisch.
Als Maßnahmen, die der derzeit so geringen Kinderzahl entgegengesetzt werden könnten, werden am häufigsten die Sicherung der Arbeitsplätze, gefolgt von besseren Verdienstmöglichkeiten und niedrigeren Kitagebühren genannt.
Eine Mehrheit hält einen Anstieg der Bevölkerungszahl von Wildau auf über 10.000 Einwohner für wünschenswert.
Die gegenwärtige Entwicklung von einer klassischen Industriegemeinde hin zu einem Hochschulstandort mit einer leistungsstarken Wirtschaft wird von einer deutlichen Mehrheit mit 63,3 Prozent als Weg in eine erfolgreiche Zukunft angesehen.
Die Ergebnisse der Umfrage liegen auch der Beschlussvorlage der Gemeindevertretung in der Sitzung am 21.02.2012 zugrunde, dass Wildau die Bezeichnung „Stadt“ beantragen soll.
Katja Lützelberger, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit