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Wissenschaft in Wildau
Die Wissenschaft sorgt dafür, so Max Planck, dass dem Menschen die edelsten Antriebe erhalten bleiben und immer wieder von neuem angefacht werden: Die Begeisterung und die Ehrfurcht.
Die Wissenschaft, richtig verstanden, befördert in vielfältiger Weise die Besserung der sozialen Verhältnisse und die kulturelle Hebung des Menschen.
Zugleich erlangt die Wissenschaft im Zusammenhang mit dem sich zuspitzenden Wettbewerb im Zeitalter der Globalisierung deutlich wachsende ökonomische Bedeutung. Sie wird immer stärker zu einem die Produktivkraft und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen bestimmenden Faktor.
Die Behauptung im Wettbewerb und damit die Sicherung der ökonomischen Entwicklungsfähigkeit von Unternehmen verlangt vielfach den schnellen Rückgriff auf neueste wissenschaftliche Ergebnisse. Umgekehrt wird die Wissenschaft von den zu- nehmenden Anforderungen aus der Wirtschaft angeregt und voran gebracht.
Für die Gemeinde Wildau ist es insofern ein Glücksfall, dass hier im Jahre 1991 die Technische Fachhochschule Wildau gegründet wurde und sich seit dem hervorragend entwickelt. In 14 Studiengängen, von Betriebswirtschaft und Bioinformatik über Maschinenbau und Luftfahrttechnik/Luftfahrtlogistik bis Verwaltung & Recht und Wirtschaftsingenieurwesen studieren hier inzwischen über 3000 Studenten. Die zahlreichen Schwerpunkte der angewandten Forschung an der Hochschule von der Automatisierungstechnik über Laser- und Plasmatechnik und Logistik bis zu Telekommunikation und Umweltmanagement machen die Hochschule zu einem begehrten Partner der Wirtschaft. Die Technische Fachhochschule ist für die Gemeinde Wildau auch eine Brücke in die Welt. Wissenschaftliche Arbeitsbeziehungen bestehen in über 25 Länder, darunter Polen, Russland, USA, China und Guatemala.
Der engen Verzahnung von Wissenschaft und Wirtschaft, der möglichst zeitnahen Umsetzung und Verwertung neuester Forschungsergebnisse dienen in Wildau u. a. das Technologie- und Gründerzentrum und das neue Zentrum für Luft- und Raumfahrt (Eröffnung Oktober 2003). Wildau ist im Kontext der erreichten engen Verbindung von Wirtschaft und Wissenschaft und aufbauend auf einer jahrzehntelangen bedeutenden industriellen Tradition auf dem Wege zu einem Innovationszentrum mit ganz eigenem Profil.

Ergänzt und abgerundet wird das Wissenschafts- und Innovationsprofil Wildaus durch ein relativ breites Angebot an eigenständigen Weiterbildungseinrichtungen wie die Technische Akademie Wuppertal, Standort Wildau, die ZAK Zeuthener Akademie für Weiterbildung, das TrainingsCenter Wildau der DEKRA Akademie GmbH und die GMW Gesellschaft für Managemententwicklung und Weiterbildung. Für die Bildung und Erziehung des Wildauer Nachwuchses gibt es am Ort neben einer Grundschule (Primarstufe, Klassen 1 - 6) eine Oberschule (Sekundarstufe I, Klassen 7 - 10) und ein privates Gymnasium mit internationaler Ausrichtung. Öffentliche Gymnasien und Gesamtschulen mit gymnasialer Oberstufe befinden sich in den Nachbarorten Königs Wusterhausen, Zeuthen und Eichwalde.